Verägerte Community trotz Airdrop ZKsync Airdrop: Wie ein Airdrop-Jäger 753.000 US-Dollar verdient hat

Trotz Binance Listing und einem Multi-Millionen-Dollar-Airdrop für seine Community erhitzt zkSync Airdrop die Gemüter am Krypto-Markt.

Leon Waidmann
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ZKsync ZK

Beitragsbild: Shutterstock

| Unzufriedene Community trotz Mega-Airdrop

Der kürzlich durchgeführte Airdrop des Ethereum-Layer-2-Netzwerks ZKsync hat in der Krypto-Community zu erheblichen Diskussionen geführt. Ob deine Ethereum Wallet sich für den ZK-Airdrop qualifiziert hat, kannst du hier überprüfen. Obwohl das Projekt ZK-Token im Wert von über 900 US-Dollar an bestimmte Nutzer seines L2-Netzwerks verschenkt hat, sind viele User nach dem Airdrop unzufrieden.

Ihr Hauptkritikpunkt ist, dass sogenannte Sybil-Airdrop-Farmer zu viele Token erhalten haben, während ehrliche User zu wenige bekamen. Sybil-Airdrop-Farmer sind Personen oder Gruppen, die mehrere Wallet-Adressen erstellen und nutzen, um ihre Chancen auf den Erhalt von mehr Airdrop-Token zu maximieren. Durch die Verwendung vieler Wallets erhöhen sie die Anzahl an Token, die sie über verschiedene Wallets verteilt erhalten können, oft zum Nachteil echter Nutzer, die nur eine Wallet verwenden.

Viele Nutzer sind der Ansicht, dass ZKsync zu wenig unternommen hat, um Sybil-Airdrop-Farmer auszuschließen. Darüber hinaus sorgten technische Probleme während des Airdrop-Starts dafür, dass sich die negative Stimmung rund um das Ethereum-Layer-2-Projekt weiter verschärfte. Nach dem Listing auf Binance fiel der ZK-Kurs von zeitweise über 0,32 US-Dollar auf zu Redaktionsschluss knapp 0,22 US-Dollar.

Wie ein Nutzer 753.000 US-Dollar verdiente

Ein Beispiel hierfür ist ein Airdrop-Jäger, der die Möglichkeiten des Airdrops maximal ausnutzte. Durch den Einsatz von 85 verschiedenen Wallet-Adressen erhielt er insgesamt 3,01 Millionen ZK-Token. Nachdem er diese Tokens erhalten hatte, übertrug er 2,71 Millionen Token im Wert von 678.000 US-Dollar an Binance und verkaufte weitere 300.000 Token über die dezentrale Börse Sync Swap für 20 Ethereum (ETH), was etwa 70.000 US-Dollar entsprach. Diese Taktik führte laut einem Tweet von Lookonchain zu einem Gesamtgewinn von 753.000 US-Dollar.

Die Praxis des Users rief in der Krypto-Community gemischte Reaktionen hervor, da viele langjährige und aktive Nutzer leer ausgingen, während einige wenige durch strategisches Farmen des Airdrops überproportional große Gewinne einfahren konnten.

Fazit

Der ZKsync Airdrop hat die Krypto-Community in Aufruhr versetzt und wichtige Diskussionen über die Fairness von Airdrops ausgelöst. Die Kritikpunkte an der Durchführung des Airdrops, insbesondere die hohe Anzahl von Sybil-Airdrop-Farmer, die viele Token erhielten, haben gezeigt, wie wichtig Transparenz und effektive Anti-Sybil-Maßnahmen sein können, wenn man seine eigene Community nicht verärgern möchte.

Ein Beispiel für eine bessere Vorgehensweise bietet der Layer Zero Airdrop. Bei diesem Projekt wurde öffentlich dokumentiert, wie Sybil-Wallets systematisch analysiert und markiert wurden, um ehrliche Nutzer zu schützen und ihnen eine fairere Verteilung der Token zu gewährleisten. Diese Transparenz und Zusammenarbeit mit der Community könnte als Vorbild für zukünftige Airdrops dienen. Es scheint wahrscheinlich, dass sich die Kriterien, nach denen Projekte entscheiden, welche Nutzer einen Airdrop erhalten, in den nächsten Monaten weiter verändern wird. Ob es sich auch dann noch für Kleinanleger lohnen wird, Airdrops zu farmen, erfahr ihr in diesem Artikel.

Disclaimer: Dieser Artikel spiegelt lediglich die Meinung des Autors wider. Es handelt sich nicht um eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Der Autor hält einige der hier genannten Kryptowährungen als Teil seines persönlichen Portfolios.

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