Trotz anhaltendem Krypto-Winter halten sich die US-amerikanischen XRP Spot ETFs erstaunlich stabil. Erst im vergangenen November gestartet, konnten die Ripple-Indexfonds von Bitwise, Franklin Templeton und weiteren Vermögensverwaltern insgesamt 1,51 Milliarden US-Dollar einsammeln. Hinter den Zuflüssen stecken neben Privatanlegern vor allem institutionelle Akteure aus dem Finanzestablishment. Auch die Bank of Montreal (BOM), die zweitgrößte kanadische Bank, hat nun offiziell Positionen in zwei unterschiedlichen XRP-Finanzprodukten offengelegt.
Laut dem bei der SEC eingereichten 13F-HR-Dokuments überstieg der Gesamtwert des BOM-Portfolios die Marke von 303 Milliarden US-Dollar. Im jüngsten Quartalsbericht werden unter den meldepflichtigen Positionen der Bank auch 323 Anteile des Rex Osprey XRP ETF und 20 Anteile des ProShares Ultra XRP ETF genannt. Zu einem früheren Zeitpunkt desselben Berichtszeitraums gab die National Bank of Canada bekannt, dass sie 3.848 Anteile am Bitwise XRP ETF im Wert von rund 330.000 Dollar hält.
Trotz dieser Fortschritte in Hinblick auf institutionelle Investitionen tritt der Ripple Coin allerdings weiter auf der Stelle. Im Moment des Schreibens notiert die Kryptowährung bei 1,01 US-Dollar, was einem 45-prozentigen Kursrückgang seit Jahresbeginn entspricht. Ohnehin gibt es von der Wall Street nicht nur Rückenwind, denn einige wichtige Akteure der ersten Adoption-Welle wie Goldman Sachs, das um die Jahreswende noch XRP-ETF-Positionen im Wert von mehr als 150 Millionen US-Dollar hielt, hatten diese bis zum Sommer reduziert oder vollständig aufgelöst.
Das hält Geoffrey Kendrick, den Krypto-Spezialisten von Standard Chartered, allerdings nicht von optimistischen Prognosen ab. Bis Ende 2026 soll der Ripple Coin seiner Einschätzung nach auf 2,80 US-Dollar steigen. Die britische Großbank gehe davon aus, dass XRP mittelfristig mit Ethereum Schritt halten werde, weil beide Kryptowährungen vom anhaltenden Wachstum bei Stablecoins und tokenisierten Assets profitieren dürften.
