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Web 2.0 vs. Web 3.0 Dfinity zieht gegen Meta vor Gericht

Dfinity verklagt Meta, denn das Loop-Logo des Tech-Giganten ähnele dem Logo des Unternehmens hinter dem Internet Computer zu sehr.

Jonas Oppermann
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Dfinity Logo

Beitragsbild: Shutterstock

Das Schweizer Web-3.0-Unternehmen Dfinity hat Meta (ehemals Facebook) wegen Markenrechtsverletzung vor dem US-Bezirksgericht verklagt. Grund dafür sei das Loop-Logo, welches Meta seid Oktober letztens Jahres als Markenzeichen nutzt. Das in sich verschlungene M von Meta sieht dem Symbol für Unendlichkeit (Infinity) von Dfinity sehr ähnlich. In beiden Logos ist die liegende Ziffer Acht deutlich zu erkennen (das Unendlichkeitssymbol eben).

In der am 29. April eingereichten Klage erklärt Dfinity:

Meta und Dfinity versuchen, dieselben Nutzer anzuziehen, nämlich diejenigen, die ein innovatives und anderes Nutzererlebnis suchen, das von Nutzern für Nutzer geschaffen wurde.

Klage von Dfinity

Nun begegnen sich die beiden Unternehmen vor Gericht, um das Anliegen zu klären.

Meta eine Bedrohung für kleine Tech-Unternehmen

Der Vorstoß des Konzerns von Mark Zuckerberg in das Metaverse bedroht die Marke von Dfinity, so die Web-3.0-Unternehmer. Denn auch Meta möchte Web-3.0-Technologien und die Integration von NFTs ermöglichen. Das Problem dabei ist, dass Meta sehr viel größer und mächtiger ist. Die Marke Meta ist 545.67 Milliarden US-Dollar schwer und beschäftigt über 70.000 Mitarbeiter, ein wahrer Goliath.

Dfinity hingegen ist eine kleine Non-Profit-Organisation, die den sogenannten Internet Computer entwickelt, eine öffentliche Blockchain-Netzwerkplattform, die auf dem Internet Computer Protocol (ICP) basiert. Dfinity beschäftigt derzeit laut eigenen Angaben rund 250 Mitarbeiter. Das Schweizer Unternehmen hat in vier Jahren 195 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln aufgebracht. Ziel ist es, eine dezentrale Blockchain zu schaffen, die das herkömmliche Cloud-Computing umstößt, das zentrale Server im Besitz von Amazon, Facebook (Meta) Google und Co. erfordert.

Dfinity hingegen setzt seine Hoffnungen nicht so sehr auf das Metaverse wie Meta. Lediglich eine handvoll Anwendungen von Drittanbietern wurden mit Blick auf das Metaverse entwickelt, darunter Spiele wie zum Beispiel IC Gallery und MetaSports Basketball.

Meta bekämpft viele Klagen

Meta bekämpft ständig verschiedene Anklagepunkte. Allen voran Kartellklagen und Klagen in Bezug auf mangelnden Datenschutz. Erst Anfang des Jahres klagte die Federal Trade Commision (FDC). Grund dafür war die Übernahme von WhatsApp und Instagram. Die FDC, die damals den Kauf absegnete, will den Tech-Riesen wieder in mehrere Einzelteile zerschlagen, da er insgesamt zu viele Nutzer auf den Plattformen habe, die zu viel Zeit mit den Produkten des Facebook Konzern verbringen würden. Meta scheint in den Augen der Behörden zu mächtig.

Wie der Kampf David gegen Goliath ausgeht, ist noch unklar, denn Meta hat bekanntlich gute Anwälte und das Unendlichkeitssymbol gab es auch schon lange bevor Dfinity es für sich entdeckte.

Dfinity fordert Meta dennoch auf, alle Gewinne, die sich aus der angeblichen Markenrechtsverletzung ergeben haben, abzutreten. Wie viel das ausgedrückt in Zahlen ist, ist allerdings schwierig zu beweisen. Der Kampf bleibt spannend. Wird der Stein Meta am Kopf treffen oder verfehlt David sein Ziel?

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