Visa arbeitet an Blockchain-Lösung – Gefahr für Ripple?
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

VISA Blockchain-Lösung: Gefahr für Ripple?
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Visa, neben MasterCard der größte Zahlungskartenanbieter der Welt, arbeitet derzeit an einer Blockchain-Lösung. Gemeinsam mit dem Messaging-Anbieter Line soll eine Möglichkeit entstehen, grenzüberschreitende Zahlungsvorgänge zu tätigen. Damit gerät das Krypto-Start-up Ripple in Bedrängnis.

Visa will laut einer Pressemitteilung mit dem Zahlungsdienstleister Line Pay kooperieren. Gemeinsam wollen sie den internationalen Zahlungsverkehr verbessern. Die gesetzten Ziele erinnern an das Krypto-Unternehmen Ripple, welches sich ganz ähnliche Vorhaben auf die Fahnen geschrieben hat. So erklären die Unternehmen in ihrer gemeinsamen Mitteilung folgende Vorhaben:


  • Tägliche Verbraucherzahlungen. Die 187 Millionen globalen monatlich aktiven Nutzer von LINE werden in der Lage sein, eine digitale Visa-Karte […] zu beantragen. Im Laufe der Zeit [können sie] jede ihrer bestehenden Visa-Karten hinzuzufügen, um nahtlose Zahlungen über ihr Mobiltelefon durchzuführen. Die Unternehmen werden den Nutzern auch zusätzliche und verbesserte Erfahrungen […] sowie neue Zahlungsmöglichkeiten für Nutzer bieten, wenn sie ins Ausland reisen.
  • Lösungen für Händler: Durch Visa können LINE Pay-Nutzer die LINE Pay-Funktionen an den 54 Millionen Händlerstandorten von Visa weltweit nutzen […]. Sie können diese Transaktionen auch in ihrer […] Wallet sehen, selbst wenn LINE Pay nicht direkt akzeptiert wird. Darüber hinaus werden LINE Pay und Visa zusammenarbeiten, um den Händlern die Möglichkeit zu geben, mit de[n Services][…] zu interagieren, um das weitere Wachstum global interoperabler Zahlungen zu unterstützen.
  • FinTech-Dienstleistungen: LINE Pay und Visa werden neue Erfahrungen auf der Grundlage der Blockchain-Technologie entwickeln, die B2B- und grenzüberschreitende Zahlungen sowie Transaktionen in alternativen Währungen ermöglichen.
  • Marketing: Im Vorfeld der Olympischen Spiele Tokio 2020 werden LINE Pay und Visa Partner für exklusive Marketingkampagnen und Werbeaktionen sein, um dazu beizutragen, dass Japan im Vorfeld und nach den Olympischen Spielen den Weg in eine bargeldlose Gesellschaft beschleunigt.

Visa will internationalen Zahlungsverkehr sichern

Kurz gesagt: Mit grenzüberschreitenden Zahlungen setzen die beiden Unternehmen genau dort an, wo auch Ripple mit xRapid und ihrem XRP Token brillieren will. Auf der offiziellen Homepage von Ripple heißt es:

Banken schließen sich RippleNet an, um grenzüberschreitende Zahlungen in Echtzeit mit durchgängiger Verfolgung und Sicherheit abzuwickeln. Banken können Zahlungsangebote in neue Märkte ausweiten, die sonst zu schwierig oder teuer zu erreichen sind.

Mithilfe der Blockchain-Technologie wird es möglich sein, dass Visa den Wettbewerbsvorteil, den Ripple durch seine technologische Grundstruktur haben mag, wieder einholt. Für den geplanten Launch in diesem Jahr wollen Visa und Line Pay ebenfalls gemeinsame Zahlungskarten herausgeben. Damit soll letztlich die Transformation zu einer bargeldlosen Gesellschaft gelingen. Dazu Chris Clark, Regional President, Asia Pacific bei Visa:


Wir freuen uns, [unsere] Dynamik auf eine Reihe neuer Lösungen in weiteren Märkten auf der ganzen Welt auszudehnen. Da das LINE Pay-Team den Nutzen der […] Messaging-Anwendung für den Alltag der Verbraucher weiter steigert, sind wir beeindruckt von dem Potenzial der Vertriebskraft und der Kundenbindung von LINE, das Wachstum des globalen, offenen Zahlungssystems weiter voranzutreiben, von dem alle Akteure in unserem Netzwerk profitieren – Verbraucher, Händler sowie ausgebende und erwerbende Banken.

Ripple vs. VISA

Gelingt das Vorhaben des Kreditkarten-Giganten, muss sich Ripple warm anziehen. Wir schickten sie in der Vergangenheit bereits gegen Bitcoin und SWIFT in den Ring: Bei beiden Kämpfen musste Ripple letztlich nach Luft ringen.

Der Ripple-Kurs bzw. der XRP Token reagierte indes unbeeindruckt. Mit einem sachten Plus von knapp zwei Prozent steigerte er sich etwas in den letzten 24 Stunden. Damit liegt er bei 0,406 US-Dollar.

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