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Proof of View Verasity nimmt Bots an die Blockchain-Leine

Die Videoplattform Verasity will die Monetarisierung von Video-Inhalten mithilfe der Blockchain-Technologie verbessern. Davon können auch Zuschauer profitieren, die nach dem Watch-and-Earn-Modell für ihre Klicks entlohnt werden.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Auch genervt von revolutionären B2B-Konzepten schmieriger Finanzexperten mit Föhnfrisur, die dir finanzielle Unabhängigkeit nach nur einem kostenlosen Webinar versprechen? So aufdringlich und unfreiwillig trashig Youtube-Werbung auch ist: Sie ermöglicht erst, dass Videoproduzenten ihre Inhalte monetarisieren können. Abseits der großen Streaming-Plattformen versuchen alternative Plattformen und Browser das werbegetriebene Modell umzumünzen. Mit einem ähnlichen Konzept wie dem des Brave-Browsers, der User für das Anschauen von Werbefilmchen mit seiner Kryptowährung BAT (Basic Attention Token) belohnt, will die Video-Plattform Verasity die Monetarisierung von Inhalten verbessern – mithilfe der Blockchain-Technologie.

Verasity sagt Bots den Kampf an

So lukrativ das Werbegeschäft auf Video-Plattformen auch ist: Unternehmen und Kreativen gehen jedes Jahr Millionenbeträge durch die Lappen, weil der Traffic manipuliert wird. Laut dem IT-Sicherheitsunternehmen Barrakuda Networks haben Bots im letzten Jahr 64 Prozent des Internet-Traffics ausgemacht. Die Schäden betreffen insbesondere die Werbeindustrie. Statista schätzt den weltweiten Verlust beim digitalen Anzeigenbetrug für dieses Jahr auf über 80 Milliarden US-Dollar. Tendenz der letzten Jahre: steigend.

Verasity will eine Lösung auf dieses Problem gefunden haben: Proof of View. Die patentierte Proof of View (PoV)-Technologie erkennt gefälschte Seitenaufrufe durch Bots und stellt sicher, dass nur “echte” Views erfasst werden. Verasity weist Nutzer:inen eine ID zu, trackt Videoaufrufe, verifiziert sie als echt und erfasst sie dann auf der Blockchain.

Watch and Earn VRA

Hier kommen die plattformeigene Kryptowährung VRA und die VeraWallet ins Spiel. Publisher werden entsprechend der (echten) Klickzahlen mit dem VRA-Token entlohnt, Zuschauer erhalten wiederum VRA, wenn sie sich Videos mit oder ohne Werbung anschauen. Dabei zielt das VRA-Wachstum auf die Netzwerkeffekte der PoV-Technologie: “Je mehr Betrachter dem Verasity-Netzwerk beitreten, desto höher sind die Einnahmen”, heißt es im White Paper. Die VRA-Token lassen sich über Handelsplätze umtauschen oder auch staken.

Ein Schwerpunkt liegt im Bereich E-Sports, den Verasity mit der VeraEsports-Plattform abdeckt. Auch hier setzt das Projekt auf Watch and Earn: User schauen sich E-Sports-Turniere an und erhalten für ihr Sitzfleisch VRA. Gerade hier könnte noch Wachstumspotenzial schlummern. Der Gaming- und E-Sports-Markt wächst rasant. Zocken und Krypto bilden eine große Schnittmenge, entsprechende Marken können ihre Produkte in dem Bereich gut bewerben.

Erfolgschancen

Verasity konkurriert mit anderen alternativen Social-Media-Plattformen wie DLive, DTube, BitTube oder VibraVid, könnte mit der Proof-of-View-Technologie aber einen Lösungsansatz für ein branchenweites Problem gefunden haben, die bereits in den gängigsten Videoplayern eingebunden ist, von Youtube bis Twitch. Das Team bringt zudem jahrelange Erfahrung im Krypto- und Development-Bereich mit und konnte die nicht kurze Roadmap bislang einhalten. Aber frisst der Bauer auch, was er nicht kennt? Ob Verasity Nutzer:innen von den großen Plattformen abziehen kann, muss sich noch erst zeigen.

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