Non-fungible Token Unter der Lupe: NFT brechen auch im dritten Quartal alle Rekorde
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 4 Minuten

NFT steht auf gelben Hintergrund

Quelle: Shutterstock

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Non-fungible Token haben ein erfolgreiches drittes Quartal hinter sich. Hier erfahrt ihr mehr über das Hype-Ausmaß.

Die Hype-Welle um Non-fungible Token (NFT) will einfach nicht brechen. Schien es im Frühjahr so, als hätte sich die Euphorie rund um Non-fungible Token etwas gelegt, sind NFT mittlerweile beliebter denn je. DappRadar beziffert die Marktkapitalisierung des NFT-Marktes, zuzüglich NBA-Topshot, mit 14,19 Milliarden US-Dollar. Zwar schwankt die Größe für den NFT-Markt je nach Quelle, denn nicht alle Käufe werden auf der Blockchain erfasst. Doch die meisten Größenangaben liegen im Milliarden-Bereich.


Dabei ist vor allem das Blockchain-Spiel Axie Infinity ein gutes Beispiel für den Hype und den Erfolg um NFT. Denn das Spiel verzeichnete erstmals mehr als 2 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen.

Quartalsweiser Umsatz mit NFT in US-Dollar (Quelle: Reuters).

Wie aus der oberen Grafik erkennbar ist, fristeten NFT noch vor ein paar Jahren ein Schattendasein im Krypto-Markt. Nur wenige wussten etwas mit dem Begriff NFT anzufangen. Passend dazu lag auch das Handelsvolumen in Q3 2020 noch bei bescheidenen 28 Millionen US-Dollar. Heute, im dritten Quartal 2021, sieht es dagegen ganz anders aus: Im Verlauf von nur einem Jahr ist der Umsatz mit NFT-Kunstwerken um über 38.000 Prozent nach oben geschossen. Und vom zweiten Quartal 2021 bis zum dritten stieg das Handelsvolumen um ganze 9,4 Milliarden US-Dollar.

NFT-Verkäufe auf OpenSea

Als größter und wichtigster Handelsplatz für Non-fungible Token hat sich die Plattform OpenSea etabliert. Das dritte Quartal stellt für OpenSea dabei das erfolgreichste in seiner Unternehmensgeschichte dar. Alleine im August setzte die Handelsplattform für digitale Kunst dabei 3,4 Milliarden US-Dollar um. Im September gab es dann einen leichten Rückgang auf ein Handelsvolumen von 3 Milliarden US-Dollar. Weiterhin ist das jedoch eine beeindruckend hohe Summe. Denn im Vergleich dazu hat Christie’s, eines der traditionsreichsten Auktionshäuser der Welt, im gesamten Jahr 2020 “nur” 5,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Dabei entspricht alleine die Umsatzsteigerung von OpenSea von Juli (326 Millionen US-Dollar) auf August (3,4 Milliarden US-Dollar), einer Steigerung von 943 Prozent. Noch eindrucksvoller ist, dass OpenSea im Januar 2021 lediglich 8 Millionen US-Dollar umsetzte.

Monatliches Non-fungible-Token Verkaufsvolumen (Quelle: Reuters)

Auch ein Blick auf Google Trends kann interessante Einblicke auf die Entwicklungen des NFT-Marktes geben. So kann man das Suchvolumen auf Google letztlich auch als Indikator betrachten, welcher anzeigt, wie hoch die Nachfrage nach NFT war und ist. Die blaue Linie stellt den Suchbegriff “NFT” dar. Rot wurde dabei zum Vergleich ausgewählt und stellt das Suchvolumen von Ethereum dar. Erkennbar ist, dass NFT vor dem 14. Februar nahezu ungefragt waren. Danach kam es jedoch zu einem erhöhten Suchaufkommen. Am 6. Oktober liegen die Suchbegriffe Ethereum und NFT fast gleichauf.


Suchvolumen bei Google (Quelle: Google Trends).

CryptoPunks

Symbolisch für den Aufstieg und den Hype um NFT sind die sogenannten CryptoPunks. Die auf 10.000 Exemplare begrenzten “Punks” werden mittlerweile für hunderttausende, wenn nicht Millionen von US-Dollar, gehandelt. Und nach Angabe von CoinMarketCap stellen die CryptoPunks die wertvollste NFT-Sammlung der Welt dar. Die folgende Grafik zeigt den Preis eines CryptoPunks im Verlauf der letzten 90 Tagen. Der durchschnittliche Preis eines Punks lag dabei am 9. Juli noch bei 17,23 Ether (heute 58.182,6 US-Dollar). Im Vergleich dazu liegt der Preis am 6. Oktober bereits bei 159,5 Ether, durchschnittlich also 536.027,9 US-Dollar (bei einem Ether Kurs von 3.376,82 US-Dollar).

CryptoPunks, durchschnittlicher Preis (Quelle: OpenSea)

Nonfungible.com

Die Seite Nonfungible.com liefert Informationen rund um das Thema NFT. In der unteren Grafik dargestellt sind die verkauften NFT-Stückzahlen der letzten 30 Tagen. Am ersten Januar betrugen die 30-Tages-Verkäufe noch 80.000 Stück. Dabei wurden vor allem im dritten Quartal mehr NFT als je zu vor verkauft.

Verkaufte Stückzahl (Quelle: Nonfungible.com)

Die folgende Grafik bildet die Gesamtsumme an US-Dollar ab, die bei NFT-Käufen ausgegeben wurde. Deutlich erkennbar auch hier, dass im dritten Quartal 2021 so viele US-Dollars für NFT ausgegeben wurden, wie in keinem anderen Quartal zuvor.

Verkaufs-Wert NFT
US-Dollar Wert der verkauften Non-fungible-Token (Quelle: Nonfungible.com)

Auch die Anzahl der aktiven Wallets liegt am 5. Oktober auf einem Rekordstand. Am 1. Januar gab es noch 18.000 aktive Wallets, die Non-fungible Token enthielten. Am 5. Oktober betrug die Summe der aktiven Wallets schon 155.000. Was einer Steigerung von 761 Prozent entspricht. Auch hier ist wieder deutlich erkennbar: Ab August 2021 hat sich die Anzahl der aktiven Wallets merklich erhöht.

Anzahl aktiver Wallets (Quelle: Nonfungible.com)

NFT weniger hochpreisig als gedacht

Auch wenn CryptoPunks den Anschein erwecken, dass alles im NFT-Markt utopisch teuer ist, kommt Reuters zu einem anderen Ergebnis. Denn wie die folgende Grafik zeigt, kann der Großteil der Non-fungible Token zu einem Preis von 0 bis 10.000 US-Dollar erworben werden. Millionen teure CryptoPunks oder das 69 Millionen US-Dollar teure Kunstwerk von Beeple stellen also eher die Ausnahme, als die Norm dar.

Quelle: Reuters

Festzuhalten ist vor allem, dass NFT noch nie so gefragt waren, wie im dritten Quartal des Jahres 2021. Es bleib abzusehen, ob es sich nur um einen kurzfristigen Hype handelt. Oder ob man dem NFT-Markt wirklich eine Billion US-Dollar hohe Bewertung zutrauen kann.



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