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Crowdfunding für den Frieden? Eine halbe Million US-Dollar Krypto-Spenden für die Ukraine

NGOs in der Ukraine haben laut einem Bericht von Elliptic von Krypto-Spenden in Höhe von mehr als einer halben Million US-Dollar profitiert.

Christian Stede
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Ukraine Krise

Beitragsbild: Picture Alliance

Die Lage an der Grenze zwischen der Ukraine und Russland spitzt sich immer weiter zu. In dem Konflikt spielen auch Kryptowährungen eine Rolle, wie aus einem neuen Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Elliptic hervorgeht. Darin heißt es, ukrainische NGOs erhielten vermehrt Spendengelder in Form von Bitcoin. Doch diese NGOs sind keinesfalls Wohltätigkeitsorganisationen, wie man vielleicht vermuten könnte. Viel eher geht es um Hacktivisten und militärische Vereinigungen. 

Elliptic ist es gelungen, mehrere Kryptowährungs-Wallets zu identifizieren, die von diesen Freiwilligengruppen und NGOs genutzt werden. Insgesamt flossen Gelder in Höhe von etwas mehr als 570.000 US-Dollar in die Ukraine. 

Eine der größten Organisationen, die die Armee der Ukraine unterstützt, ist Come Back Alive. Die 2014 gegründete Gruppe hat ihren Namen von den Aufschriften auf den kugelsicheren Westen, die ihre ersten Spenden an die Armee waren. Inzwischen bietet die Gruppe eine Reihe von Militärausrüstungen, Ausbildungsleistungen und medizinischen Hilfsgütern an. Sie finanzierte sogar die Entwicklung eines Drohnen-gestützten Aufklärungs- und Zielsystems für ukrainische Artillerieeinheiten.

Hacker in Ukraine profitieren ebenfalls von Spenden

Zu den weiteren Begünstigten gehören die Hacktivistengruppen Ukrainian Cyber Alliance und Belarussian Cyber-Partisans, die Cyberangriffe auf russische Ziele verübt haben. Laut Elliptic hat allein die Ukrainian Cyber Alliance im letzten Jahr fast 100.000 US-Dollar in Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Stablecoins erhalten. Im Gegensatz zu den anderen NGOs, die stark auf Banküberweisungen angewiesen sind, stützt sich das öffentliche Fundraising der Ukrainian Cyber Alliance ausschließlich auf Krypto-Spenden. 

Die Idee für ein derartiges Crowdfunding stammt dabei keineswegs aus der Ukraine selbst. Vielmehr sagt Elliptic, dass die Organisationen die Idee von pro-russischen Gruppen übernommen hätten, die bereits 2014 mit Bitcoin-Fundraising begannen. Mit Ausnahme der Ukrainian Cyber Alliance machen Bitcoin und andere Kryptowährungen allerdings nur einen kleinen Teil der in die Ukraine fließenden Gelder aus

Die Ukraine betreibt eine deutlich kryptofreundlichere Politik als Russland, wo nach einem zunächst diskutierten Krypto-Verbot nun doch eine regulatorische Lösung nahen könnte.

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