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Catch me if you can Türkei: Vier Mitarbeiter einer Krypto-Börse verhaftet

Fast zwei Wochen nach dem Bitcoin-Verbot in der Türkei sind nun vier Mitarbeiter der Krypto-Börse Vebitcoin verhaftet worden.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bitcoin-Münze in Schraubzwinge vor türkischer Flagge

Beitragsbild: Shutterstock

Nachdem die türkische Zentralbank vor Kurzem ein Verbot von Bitcoin-Zahlungen angekündigt hatte, sind nun weitere Maßnahmen der nationalen Behörden öffentlich geworden, die eventuell auf einen generellen Krypto-Bann hindeuten könnten. Wie Reuters berichtet, verhaftete die türkische Polizei am vergangenen Wochenende vier Mitarbeiter der Krypto-Börse Vebitcoin, der Tatvorwurf: Betrug. Kurz zuvor stoppte die Handelsplattform bereits jegliche Krypto-Transaktionen. Im Vorfeld verhängten die Strafverfolgungsbehörden bereits ähnliche Maßnahmen gegen die Krypto-Börse Thodex, dessen CEO nach wie vor auf der Flucht ist.

Nun also auch Vebitcoin. In der Türkei zählte die Börse zu den größten Krypto-Handelsplattformen des Landes. Dabei verzeichnete Vebitcoin ein tägliches Handelsvolumen von knapp 60 Millionen US-Dollar. Mittlerweile heißt es auf der Homepage:

Wir möchten mit Bedauern feststellen, dass diese Situation uns zu einem sehr schwierigen Prozess im Finanzbereich geführt hat. Deshalb haben wir beschlossen, unsere Aktivitäten einzustellen, um alle Vorschriften und Ansprüche zu erfüllen. Wir werden Sie so schnell wie möglich informieren.

Vebitcoin auf seiner Unternehmens-Homepage

Kommt nun doch ein Bitcoin-Verbot in der Türkei?

Obwohl die türkische Zentralbank bereits im Vorfeld Restriktionen gegenüber Bitcoin aussprach, war von einem generellen Verbot der Kryptowährung allerdings nie die Rede. Beispielsweise sagte der Zentralbankchef Şahap Kavacıoğlu gegenüber dem Staatssender TRT:

Sie können nichts beheben, indem Sie Kryptos verbieten. Wir haben nicht die Absicht, dies zu tun.

Şahap Kavacıoğlu gegenüber TRT

Diese Äußerungen scheinen jedoch mit der Vorgehensweise der türkischen Behörden in einem widersprüchlichen Verhältnis zu stehen. Denn seitdem sich der Kurs der türkischen Lira im Abwärtstrend befindet, nahm das Interesse der Bevölkerung innerhalb der Türkei an limitierten Assets sowie Fremdwährungen zu. Daraufhin rief der türkische Präsident Erdogan die Bürger auf, diese Vermögenswerte wieder in den heimischen Wirtschaftskreislauf zurückfließen zu lassen. Nun scheint die Türkei mit dem Verbot bemüht, der Entwicklung einer Parallelwirtschaft entgegenwirken zu wollen. Dem war eine breite Akzeptanzwelle in diversen Geschäftsbereichen vorausgegangen. So akzeptierte beispielsweise “Royal Motors”, der türkische Ableger von “Rolls-Royce”, auch Bitcoin als Zahlungsmittel.

Der Besitz ebenso wie die Spekulationen mit Kryptowährungen waren auch nach dem Verbot in der Türkei legal geblieben. Jedoch dürfte die charakteristische Anonymität vieler Kryptowährungen ein Dorn im Auge der Regierung sein, weshalb es durchaus denkbar wäre, dass weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, um den Gebrauch von Krypto-Assets weiter einzuschränken.

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