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SEC ermittelt: Scam-Verdacht bei Krypto-Plattform EtherDelta

Scheinbar steckt die Krypto-Token-Handelsplattform EtherDelta erneut in Schwierigkeiten. Zunächst klagte die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC den EtherDelta-Plattformgründer Zachary Coburn an. Jetzt ermittelt die chinesische Polizei in einem möglichen EtherDelta-Scam in China.

Alexandra Kons
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SEC ermittelt gegen EtherDelta

Beitragsbild: Shutterstock

Es sind einige Monate vergangen, seitdem die SEC Zachary Coburn aufgrund des Betriebs einer nicht registrierten Wertpapierbörse angeklagt hatte. Stephanie Avakian, die Co-Direktorin der SEC Enforcement Divison, sagte damals in einer Pressemitteilung:

EtherDelta verfügte sowohl über die Benutzeroberfläche als auch über die zugrundeliegenden Funktionen einer nationalen Online-Wertpapierbörse und musste sich bei der SEC registrieren lassen oder sich für eine Ausnahme qualifizieren.

Diesen Forderungen ist die Krypto-Plattform allerdings nie nachgekommen. Vielmehr entschied sich der Betreiber für den Verkauf an chinesische Investoren.

Nach der Anklage in den USA beginnen die Scam-Ermittlungen in China

Mit der Anklage wurde der Fall aber noch lange nicht zu den Akten gelegt. Denn jetzt ermittelt die chinesische Polizei. Sie wirft der Token-Handelsplattform EtherDelta vor, in einen Scam verwickelt zu sein. Dovey Wan, Partnerin des Cryptocurrency Investment Fund Primitive Ventures, twitterte am 7. August:

EtherDelta ist in China in einen großen Betrug verwickelt und die Polizei geht offiziell dagegen vor. Die tatsächlichen Nutznießer von EtherDelta sind alle Chinesen nach dem Eigentümerwechsel im Jahr 2017.

In einem weiteren Tweet zum Scam führte sie aus:

Zunächst verkaufte Zack Coburn EtherDelta an eine Gruppe von Chinesen, die später den Tausch-EDT Token durchführten, was sich als Exit-Betrug herausstellte. Jetzt haben sich wütende EDT-Investoren bei der örtlichen Polizei zu Wort gemeldet. Der Fall wird in den offiziellen Ermittlungsprozess einbezogen.

Mit dem Verkauf konnte sich Coburn nicht vor den Folgen seiner Fehler schützen. Vielmehr wird jetzt diskutiert, welcher Zusammenhang zwischen den EtherDelta-Vorfällen besteht.

Auf EtherDelta jagt ein Scam den nächsten

Noch hat sich Coburn zu den neusten Entwicklungen nicht geäußert. Bei den Streitigkeiten mit der SEC erklärte sich Coburn allerdings mit einem Zahlungsausgleich einverstanden. Dementsprechend zahlte er bereits vor dem Abschluss des Gerichtsverfahrens 300.000 US-Dollar an Derogation zuzüglich 13.000 US-Dollar an Vorurteilszinsen und 75.000 US-Dollar Strafe. Coburn kann entsprechend mit einem gemilderten Strafmaß rechnen. Allerdings ist noch nicht abschließend geklärt, inwieweit Coburn mit dem neusten EtherDelta-Scam in Verbindung steht.

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