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Schweiz: Endlich Bankdienstleistungen für Blockchain-Startups?

Gute Neuigkeiten für die Blockchain-Branche in der Schweiz: Bis Ende des Jahres soll es für Unternehmen möglich werden, Dienstleistungen von herkömmlichen Banken in Anspruch zu nehmen.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Die Schweiz zählt zu den wichtigsten Märkten in der Welt der Kryptowährungen. Besonders das Kanton Zug hat sich in der Szene einen Namen als „Crypto Valley“ gemacht. Mittlerweile haben sich dort bereits über 200 Firmen aus der Blockchain-Branche angesiedelt. Kein Wunder also, dass aus Zug der Vorstoß kommt, diesen Unternehmen Zugang zu Finanzdienstleistungen regulärer Banken zu ermöglichen. Man wolle gegenüber Ländern wie Malta oder Singapur nicht ins Hintertreffen geraten, sagte Heinz Tännler, Finanzdirektor des Kantons, der Financial Times. Diese seien in Sachen Kryptoregulierung „äußerst aktiv“ und dabei, viele Unternehmen anzuziehen. Die Zeit dränge, eine Einigung mit der Schweizer Zentralbank, der Finanzaufsicht und der Bundesregierung zu finden:

„Der fehlende Zugang zu Bankdienstleistungen ist ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.“

Institutionen signalisieren Kooperationsbereitschaft

Bisher müssen die Schweizer Krypto-Unternehmen auf die Banken anderer Länder wie beispielsweise Liechtenstein ausweichen. Die sei ein Wachstumshemmnis, heißt es in der Financial Times weiter. Schweizer Banken waren bis jetzt noch zögerlich, wenn es darum ging, Unternehmen aus der Branche vollumfängliche Leistungen anzubieten. Alain Kunz, Chef von Coinlab Capital, einem Finanzdienstleistungsanbieter aus der Blockchainbranche, sieht in der Frage einen Konflikt zwischen Regierung und Banken:

„Auf der einen Seite erklärt die Regierung die Schweiz als „Krypto-Nation“ und will ein wichtiger Wirtschaftsstandort für die Blockchain-Industrie werden. Auf der anderen Seite machen die Banken den Startups den Zugang zu Bankdienstleistungen und damit das Leben schwer. Für aufstrebende Firmen ist das praktisch ein Todesurteil.“

Damit es nicht zu einem Massensterben oder, was wahrscheinlicher ist, einer Massenauswanderung dieser Firmen kommt, muss die Schweiz ihren Anspruch, Krypto-Nation zu werden, mit legislativen Konsequenzen ausfüllen. Wenn es nach Heinz Tännler geht, sollen bereits Ende des Jahres entsprechende Vereinbarungen mit den relevanten Institutionen getroffen werden. Er ist dabei optimistisch, was die Kooperationsbereitschaft von Bundesregierung und Finanzaufsicht angeht. Diese seien „bereit zu helfen“ und man sei auf einem guten Weg, „nationale Institutionen dazu [zu] bringen, dieses Problem schnell und effektiv zu lösen.“

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