Marktupdate Rekordhoch: Ether-Kurs explodiert nach Ethereum-Upgrade
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Ethereum-Münze

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Die Kurse sprudeln wieder, der Gesamtmarkt visiert eine neue Rekordmarke an und Ether macht sich zu neuen Ufern auf. Das Markupdate.

Der Krypto-Markt steht pünktlich zum Wochenende wieder auf der Sonnenseite. Das gestrige Sturmtief scheint vorbeigezogen, die Gesamtmarktkapitalisierung kratzt mit über 2,7 Billionen US-Dollar wieder am Rekordhoch und befindet sich somit auf bestem Wege, die Schallmauer von drei Billionen USD zu durchbrechen. Mit einem Tagesplus von sieben Prozent kommt der Ether-Kurs (ETH) besonders in Fahrt und erreicht wenige Tage nach der jüngsten Hard Fork im Ethereum-Netzwerk ein neues Rekordhoch bei 4.416 US-Dollar. Bitcoin kommt zwar etwas müder in die Gänge, setzt sich aber mit einer Steigerung von 3,5 Prozent im Tagesvergleich wieder deutlich über der 60.000er Marke fest. Zu Redaktionsschluss notiert die größte Kryptowährung bei 61.213 USD.

Top-Performer unter den zehn größten Kryptowährungen ist Binance Coin (BNB), dem mit einem Plus von acht Prozent nur noch fünf US-Dollar bis zur 500-USD-Schwelle fehlen. Cardano (ADA) und XRP legen je rund drei, Polkadot (DOT) vier Prozent zu. Solana (SOL) greift immerhin ein Plus von sechs Prozent ab. Auf den hinteren Rängen bleibt es derweil spannend. Dogecoin (DOGE) und Shiba Inu (SHIB) rutschen beide um zwei Prozent ins Minus und liefern sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den neunten Rang. Mit einem Vorsprung von einer Milliarde US-Dollar hat die Marktkapitalisierung von Shiba Inu wieder knapp die Nase vorn.

ETH-ATH nach Ethereum-Upgrade

Am Mittwoch erhielt Ethereum die bereits dritte Hard Fork dieses Jahres, die das Netzwerk weiter für die laufende Umstellung auf Proof of Stake (PoS) vorbereitet. “Altair” hat ein Light Client Support eingeführt, das die Synchronisierung von Light Nodes mit Validatoren in der Beacon Chain ermöglicht. Zudem hat die Fork das Slashing-Verfahren implementiert, das Validatoren bei Fehlverhalten mit Stake-Abzügen bestraft. Anders als bei der vorherigen Hard Fork “London” wirkt sich Altair also zunächst nicht für Nutzer:innen im Mainnet aus.


Die vorherige Hard Fork entfaltet dagegen ungebremst seine Wirkung. Das mit London im August implementierte Update EIP-1559 (Ethereum Improvement Proposal) hat das Gebührenwirrwarr durch eine Basisgebühr ersetzt, die sich dynamisch der Blockauslastung anpasst. Bei starker Netzwerkauslastung steigen die Gebühren, bei geringer Auslastung fallen sie. Indem das Update die maximale Blockauslastung auf 25 Millionen Gas-Einheiten verdoppelt hat, sollten sich die Gebühren eigentlich im unteren Bereich eingependelt haben.

Eigentlich. Denn mit einer durchschnittlichen Transaktionsgebühr von aktuell 0,01 Ether (etwa 42 USD) hat der Gebührenwucher noch immer kein Ende gefunden. Wo London aber einen bleibenden Fußabdruck hinterlässt, ist beim Ether-Supply. Da die Gebühren nicht wie zuvor an Miner fließen, sondern seither verbrannt, also aus der Umlaufmenge getilgt werden, verkleinert sich der Ether-Bestand zunehmend. Das löst einen kurstreibenden Deflationseffekt aus. Inzwischen ist das Kontingent bereits um Ether im Wert von drei Milliarden US-Dollar geschmolzen.



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