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Polens Behörden finanzierten offenbar Anti-Bitcoin-Kampagne

Ende letzten Jahres kaufte die Zentralbank Polens in Zusammenarbeit mit der polnischen Finanzaufsichtsbehörde mehrere YouTube-Kampagnen für 22.000 Euro. Für die maximale Aufmerksamkeit wurde das kontroverse Video von Marcin Dubiel bei Facebook, Google und YouTube beworben. Dubiel behauptete im Videobeitrag, er habe bei seinem Investment in Kryptowährungen all sein Geld verloren. Der Film wurde nicht als Werbung deklariert. Auch über die Auftraggeber der heimlichen Anti-Bitcoin-Kampagne wird in der Videobeschreibung nichts erwähnt.

Lars Sobiraj
 |  Lesezeit: 1 Minuten
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Kürzlich musste die Zentralbank von Polen zugeben, dass sie heimlich eine Anti-Bitcoin-Kampagne aus dem Vorjahr finanziert hat. Den Machern ging es darum, dem Ruf von Kryptowährungen zu schaden. Der Narodowy Bank Polski (NFB) war die Aktion immerhin 22.000 Euro wert. Neben Werbeanzeigen bei Google und Facebook sollen auch Gelder an das polnische Youtube-Partner-Programm Gamellon geflossen sein. Dies berichtete das News-Portal money.pl in Zusammenarbeit mit der polnischen Ausgabe des Business Insider.

Der in Polen bekannte YouTuber wird dafür bezahlt, die Geschichte eines betrogenen Anlegers zu erzählen. Während sein Dubielcoin ins Bodenlose fällt, zählt sein Händler während des Telefonats die vielen großen Geldscheine, die er mit der Unwissenheit des Anlegers verdient hat (siehe Beitragsbild oben). Das zumindest soll das Video “Ich habe mein ganzes Geld verloren” suggerieren, das Anfang Dezember bei YouTube veröffentlicht wurde und bisher über 520.000 Views und viele Kommentare unter sich versammeln kann. Daneben gibt es ein pseudowissenschaftliches Video beim Youtube-Kanal Planeta Faktów (Planet der Fakten), das ebenfalls gegen Bezahlung in Auftrag gegeben wurde. Außerdem hat die dortige Finanzaufsichtsbehörde (KNF) gemeinsam mit der Polnischen Nationalbank (NBP) die Webseite uwazajnakryptowaluty.pl lanciert, auf der sehr deutlich vor Kryptowährungen wie dem Bitcoin und Litecoin gewarnt wird. Diese Aktion wurde kenntlich gemacht. Alle anderen Marketing-Aktivitäten wurden angeblich finanziert.

Dies ging aus der Antwort auf eine Anfrage an die Zentralbank NBP hervor. Die Presseanfragen von money.pl und dem Business Insider wurden bislang weder von der Zentralbank noch von der polnischen Finanzaufsichtsbehörde beantwortet.

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