Operation „Goldene Gans“: Bitfury betreibt Bitcoin Mining in Paraguay
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Die Bitfury Group will gemeinsam mit der Commons Foundation in Paraguay Fuß fassen. Mit ihrem Projekt „Golden Goose“ wollen die beiden Bitcoin-Unternehmen das Thema Kryptowährungen und -Mining nach Südamerika tragen. Und nebenbei die „goldene Gans“ melken.

Bitcoin-Mining hat – vor allem energie- bzw. umwelttechnisch gesehen – nicht den besten Ruf. Die Herstellung neuer Bitcoin erfordert hohen Rechenaufwand, der Proof-of-Work-Konsensmechanismus ist ein Stromfresser. Um Bitcoin Mining künftig weniger umweltschädlich zu gestalten, haben sich nun die beiden Unternehmen Bitfury und Commons Foundation zusammengeschlossen.


Bitcoin Mining: Die goldene Gans von Paraguay?

In einem Projekt, das sie bezeichnenderweise als „Golden Goose“, also als goldene Gans, bezeichnen, wollen sie in Paraguay mobile Datencenter aufbauen. Diese sollen ihren Strom aus Wasserkraft erhalten, laut Pressemitteilung gar von der weltgrößten in Itaipú. Das stelle zunächst kein Problem dar, da Paraguay aktuell ohnehin nur noch 50 Prozent der produzierten Energie verwende. Dementsprechend euphorisch gibt sich der CEO von Bitfury:

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Wir wollen die Sicherheit der Bitcoin Blockchain erhöhen. Und zwar sowohl, indem wir unser Hardware-Portfolio verbessern, als auch mit der Ausbreitung unseres Netzwerk auf der ganzen Welt. Bitfury hat es immer als seine Aufgabe gesehen, die Bitcoin Blockchain weltweit zu dezentralisieren. Wir freuen uns darauf, diese Industrie gemeinsam mit unseren Partnern nach Paraguay zu tragen.

Valery Vavilov

Common Foundations, der Partner von Bitfury, plant außerdem, eine Krypto-Exchange in Paraguay zu etablieren. Dafür wollen sie die Analyse-Plattform aus dem Hause Bitfury für die Einhaltung von KYC- und Anti-Geldwäsche-Richtlinien verwenden.

Kryptowährungen in Südamerika

Bitcoin und andere Kryptowährungen erfreuen sich in Südamerika wachsender Beliebtheit. Gerade in wirtschaftlich angeschlagenen Ländern wie aktuell Venezuela verwenden mehr und mehr Menschen die Kryptowährung bzw. deren Wertspeicherfunktion. Denn: Wenn die Inflationsrate der eigenen Währung zu hoch ist, kann es bisweilen attraktiver sein, seine Geldreserven in Bitcoin zu „flüchten“. Wie wir kürzlich berichteten, hat die Regierung in Venezuela aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Kryptowährungen ein neues Dekret erlassen. Das Land, das zu Beginn 2018 eine eigene Kryptowährung eingeführt hat, will demnach den Handel, das Mining und das Betreiben von Exchanges künftig strenger überwachen.


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