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Der Korrektur zum Trotz On-Chain-Analysen: Wale gehen long auf Bitcoin

Trotz Bitcoin-Kurskapriolen in Kalenderwoche 36 zeichnet sich in der Gesamtschau betrachtet ein bullishes Bild. Milliardäre der alten Schule wollen das allerdings nicht wahrhaben.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Ein Walfisch in Alaska.

Beitragsbild: Shutterstock

Wale gehen long. Zumindest legen On-Chain-Daten, die CryptoQuant veröffentlicht hat, das nahe. Demnach haben sich Bitcoin-Wale in der jüngsten Zeit mit digitalem Gold eingedeckt, um auf Derivat-Exchanges wie BitMEX Long-Positionen einzurichten. Blickt man auf Daten aus der Vergangenheit, waren ebendiese Marktgegebenheiten ein guter Indikator für Kursanstiege.

Wenn man sich die historischen Daten ansieht, steigt der Preis langfristig nach [Akkumulierungen von Bitcoin-Walen],

schreibt Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant auf Twitter.

All Exchanges to Derivates Exchanges Flow. Quelle: CryptoQuant.

In anderen Worten: Wale haben die jüngste Kurskorrektur genutzt, um BTC zu tanken. Mithilfe von gehebelten Positionen will man aus diesen nun möglichst viel Profit melken. Nach Meinung von CryptoQuant handelt es sich vor allem um Long-Positionen, was für eine bullishe Grundhaltung der Wale spricht.

On-Chain-Daten sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Sie mögen langfristig hier und da tatsächliche Trends transparent machen. In der kurzen Frist können sie aber ein durchaus verzerrtes Bild zeichnen.

Übrigens: In der Gesamtschau betrachtet war die jüngste Korrektur ein normaler Nieser.

Max Keiser ist Max Keiser

“Man bekämpft uns mit dem Drucken von Geld; das ist großartig, denn es führt dazu, dass unsere BTC wertvoller werden.” So fasst der König der One Liner und Bitcoin-Urgestein Max Keiser das aktuelle Makro-Umfeld zusammen, das eigentlich keinen besseren Nährboden für Bitcoin bereitstellen könnte. Denn während die eine Geldform mit zunehmender Geschwindigkeit gedruckt wird, nimmt das Angebotswachstum der anderen tendenziell ab.

Technisch gesehen ist Max Keisers Kursvorhersage bei 220.000 US-Dollar bis Ende des Jahres auch noch möglich.

Um sich einen Reim auf den Krypto-Sektor zu machen, so Stacy Herbert, greife man auch immer mehr auf On-Chain-Analysen wie die von Will Clemente zurück.

On-Chain-Analysen sind etwas, das ich nicht gut verstehe. Daher greife ich immer häufiger auf Newsletter zurück, die die Daten erklären,

so Herbert.

Den gesamten Podcast mit Dennis Porter findet ihr hier.

Alte weiße Männer verstehen Bitcoin nicht

Weniger bullish eingestellt ist Lee Cooperman, seines Zeichens Milliardär und Chairman von Omega Advisors, einem Vermögensverwalter mit über 3 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Kapital. Gegenüber CNBC sagte der Manager:

Ich würde mit Bitcoin sehr vorsichtig sein. Es macht nicht viel Sinn, und wenn Sie nervös sind über die Welt, wäre Gold für mich besser geeignet, um Wert zu speichern.

Lee Cooperman

Entscheidend ist aber der Satz davor: “Wenn du Bitcoin nicht verstehst, bist du alt. Ich mache es mir einfach: Ich bin alt, ich verstehe Bitcoin nicht.” Entgegen dem Pessimismus ihres Chefs wirbt Omega Advisors allerdings auf der Website mit dem Handel von Bitcoin Futures.

So viel dazu.

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