Bricht die Welle? NFT-Markt dreht frei – exponentielles Wachstum bei OpenSea
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Open Sea

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OpenSea, die größte Plattform für Non-fungible Token (NFT) kennt aktuell kein Halten mehr. Das Wachstum ruft böse Erinnerungen an den Hype im Krypto-Sektor von 2017 hervor.

Auf OpenSea steppt der Bär (oder sollten wir lieber sagen der Bulle?). Denn seit Anfang des Monats verzeichnete der NFT-Marktplatz einen exponentiellen Anstieg des Handelsvolumens, der seinesgleichen sucht. Alleine in der ersten Hälfte des August kam auf OpenSea ein Volumen von beachtlichen 800 Millionen US-Dollar zusammen.


Zum Vergleich: Im gesamten Monat Juli waren es “nur” 284 Millionen US-Dollar, im Juni lediglich 125 Millionen US-Dollar. Dies geht aus Daten von DappRadar hervor. Mittlerweile könnte der Anstieg des Volumens aber seinen vorläufigen Zenit erreicht haben. Denn seit dem 14. August geht die Aktivität auf der größten Handelsbörse für Non-fungible Token (NFT) stark zurück. Zuletzt lag sie bei 35 Millionen USD und damit bei weniger als der Hälfte als noch am Vortag.

Legt man den Maßstab noch etwas weiter an, wird klar, dass sich der NFT-Hype langsam aber sicher in Blasenterritorium navigiert. Schließlich beträgt das Wachstum seit Jahresbeginn sage und schreibe 12.000 Prozent. In 2021 kam die Plattform zudem bereits auf über eine Milliarde US-Dollar an Handelsvolumen, wie Analyst Mason Nystrom auf Twitter schreibt.

Trotz allem: Krypto-Exchanges bilden immer noch das Gros des Krypto-Marktes ab; mit über 24 Milliarden US-Dollar pro Tag verarbeitete Binance alleine ein Vielfaches des Handelsvolumens von OpenSea.


Wie das exponentielle Wachstum auf der 2017 gegründeten Plattform zu erklären ist, ist freilich noch nicht gänzlich geklärt. Eine mögliche Erklärung für den Hype sind einzelne Drops wie etwa “Pigments” von Darien Brito, eine 1.000-teilige Reihe animierter NFT-GIFs, die zum Teil für sechsstellige Beträge den Eigentümer oder die Eigentümerin wechseln.

Auf Dune Analytics wird das ganze Ausmaß der NFT-Welle deutlich. Quelle: Dune Analytics.

Andreessen Horowitz an OpenSea beteiligt

Die NTF-Welle reißt indes längst nicht nur erfahrene Krypto-Urgesteine mit, sondern greift auch auf den traditionellen Finanzsektor über. So berichtete BTC-ECHO im März über eine 23-Millionen-US-Dollar-Finanzierungsrunde für OpenSea, die Wagniskapitalgeber Andreessen Horowitz angeführt hatte. Später schloss sich auch Ashton Kutcher sowie andere Geldgeber:innen an, sodass aus den vormals 23 Millionen insgesamt 100 Millionen US-Dollar werden sollten. Daraufhin kam das Unternehmen auf eine Bewertung von 1,5 Milliarden US-Dollar – reiht sich nun also in die Riege der Unicorns ein.

Auf OpenSea können Anleger:innen auf eine ganze Reihe nicht-fungibler Token wie digitale Kunstwerke, Sammelstücke, Musik oder Domain-Namen bieten. Zumeist werden die Handelsvorgänge dann auf der Ethereum-Blockchain abgebildet, was mitunter zu einer kaum noch stemmbaren Netzwerkauslastung führt und die Entwickler:innen bereits zur Änderung ihres Gebührenmodells bewogen hat.


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