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New Yorker Bank bewegt Millionen mit interner Kryptowährung

Die New Yorker Signature Bank bewegt täglich Millionen US-Dollar mit ihrer internen Kryptowährung. Das geschieht bereits seit Beginn des Jahres.

Patrick Pehl
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Zurzeit sprechen alle über die größte Bank der USA – J. P. Morgan – und ihre lancierte Kryptowährung JPM Coin. Seit zwei Monaten nutzt die kleine New Yorker Bank Signature einen eigenen Krypto-Token. Mit rund einhundert Kunden transferiert das amerikanische Geldhaus bereits Beträge in Millionenhöhe. Der Vorteil der Signet-Plattform – so der Name des Buchgeldes – ist dabei nach Angaben der Bankmanager, dass die Kunden frei von Geschäftszeiten der Bank zu jeder Tag- und Nachtzeit Transaktionen vornehmen können. Weil es sich um eine private Blockchain handelt, können die Kunden lediglich untereinander Geld austauschen. Der Krypto-Token der Signature Bank ist ein Stable Coin und unterliegt somit keiner Kursschwankung gegenüber dem US-Dollar. Die Token werden 1:1 in US-Dollar eingezahlt und können jederzeit wieder von dem Kreditinstitut ausgezahlt werden.

Zurzeit stellt die Bank Geschäftskonten in Kryptowährungen für Start-ups zur Verfügung, zu denen auch andere Banken gehören, doch Signature hat mehr vor. Es sei geplant, in Märkte vorzustoßen, in denen es wichtig sei, schnell Geld und Eigentum zu bewegen. So äußerte sich der Bankdirektor Joseph J. DePaolo vor Kurzem mit den Worten:

Wir werden in Kürze an Bord eines umfangreichen Logistiksystems gehen und von und in den Großhandel von Diamanten einsteigen.

Leider konnte der Manager nicht sagen, um welche Firmen es sich dabei handelt.

Doch auch das reicht den Bankern vom Hudson River noch nicht. Zusätzlich werden sie den Zahlungsverkehr für das American PowerNet bearbeiten, einem unabhängigen Stromhändler aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

JPM Coin und Signature

Die Kryptowährung der Signature Bank basiert, wie der Coin der amerikanischen Großbank J. P. Morgan, auf der Ethereum-Technologie. Während Signature für ihre Buchwährung eine proprietäre Blockchain-Technik nutzt, setzt der JPM Coin auf Quorum. Hierbei handelt es sich um eine datenschutzorientierte Fork des Ethereum-Codes. Die Signet-Plattform, welche zusammen mit trueDigital entwickelt wurde, ist eine proprietäre Blockchain. Sie verwaltet jedoch bereits zwei Prozent mehr Handelsvolumen als die Großbank.

Der Chef von Signature, Scott Shay, betonte, dass Signet auf breite Anwendungsmöglichkeiten ausgelegt sei und dies die Anwendung abhebe: „Wir haben Signet entwickelt, um es für eine Vielzahl von Branchen maßzuschneidern. Es ist keine Anwendung, die auf den Handel mit Kryptowährungen ausgelegt ist.”

Shay hob hervor, dass die Finanzregulierungsbehörden Signet bereits genehmigt haben, den Coin von J.P. Morgan jedoch noch nicht: „Der Unterschied ist, dass wir es bereits aktiv nutzen.”

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