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Das Meinungs-ECHO Neue Bitcoin-Zeitrechnung? Der Rubicon ist überschritten

Immer mehr große Bankhäuser sehen Bitcoin nicht mehr als vorübergehendes Phänomen. Alleine in dieser Woche kamen positive Signale vonseiten der Deutschen Bank und Morgan Stanley. Willkommen beim Meinungs-ECHO.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

Dass mit Morgan Stanley eine der größten Banken überhaupt den Schritt in den Bitcoin-Markt wagt, war nicht weniger als ein Paukenschlag. War es doch ein weiteres Zeichen der Legitimierung für den einstmals zwielichtigen Kryptomarkt. Morgan Stanley verwaltet etwa 4 Billionen US-Dollar an Kapital, der mögliche Zufluss an Liquidität in den Bitcoin-Markt ist also gewaltig. Auf Twitter feierte man die Meldung entsprechend ausgiebig. Eric Weiss etwa, seines Zeichens CEO der Bitcoin Investment Group, sieht mit der Ankündigung gar eine neue Zeitrechnung angebrochen.

Ganz so denkwürdig ist das Announcement dann aber doch noch nicht. Schließlich inkludiert Morgan Stanley nur wohlhabende Kunden, die Kapital jenseits der 2 Millionen US-Dollar auf einem Konto der Bank liegen haben. Zudem investieren die Morgan-Stanley-Broker nicht in physische Bitcoin, sondern in BTC-Fonds wie den FS NYDIG Select Fund.

Ein märchenhafter Aufstieg

Nun reiht sich auch ein hiesiges Bankhaus in den Bitcoin Reality Check ein. In einem jüngst publizierten Forschungspapier der Deutschen Bank befasst sich Ökonomin Marion Laboure mit der Kryptowährung Nr. 1. Darin heißt es


Bitcoins Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar macht ihn zu wichtig, um ihn zu ignorieren. Solange Vermögensverwalter und Unternehmen weiterhin in den Markt einsteigen, könnten die Bitcoin-Kurse weiter steigen.

Marion Laboure

Grund für den sagenhaften Anstieg von Bitcoin sei der sogenannte Tinkerbell Effect. Ein anerkanntes ökonomisches Phänomen, nach dem die Legitimität eines Assets steigt, je mehr Menschen daran glauben. So weit, so offensichtlich. Entsteht Wert denn nicht immer in den Köpfen der Menschen?

Mittelfristig sei indes mit weiteren Kursrallyes zu rechnen, Voraussetzung für die hohen Renditen sei aber eine hohe Risikotoleranz. Schließlich sei BTC immer noch vergleichsweise illiquide und damit volatil. Wale hätten demnach nach wie vor eine überproportionale Marktmacht und könnten starken Einfluss auf den Krypto-Markt nehmen – in beide Richtungen.

Das könnte sich aber in Zukunft ändern, wenn Krypto-Jünger in Scharen in den Markt strömen, so die Autorin. Erste Anzeichen dafür könne man schon sehen: Junge Investoren hätten eine viel größere Risikotoleranz als ältere, da ihr Verständnis und damit ihr Vertrauen in Bitcoin größer ist. Eine Umfrage der Deutschen Bank ergab, dass über 40 Prozent der Befragten maximal ein “rudimentäres Verständnis von Kryptowährungen haben”.

Das Research Paper in Gänze findet ihr hier.

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