Mining-Krise 

Mining-Krise verschärft sich: Mara und CleanSpark setzen auf KI

Sinkende Erlöse und hohe Kosten setzen Bitcoin-Minern zu. MARA und CleanSpark reagieren mit dem Aufbau von KI-Rechenzentren.

Jan-Malte Minnerup
Teilen
Ein dramatisches, computergeneriertes Bild, das eine physische Bitcoin-Münze darstellt, die in der Mitte eines dunklen, industrialisierten Serverraums oder einer „Mining-Farm“ schwebt. Die Münze ist zerbrochen, mit leuchtenden, feurigen Rissen, die durch ihre Oberfläche verlaufen, und geschmolzenes Gold tropft von der Unterseite herab, was Hitze und Zerstörung suggeriert. Die Münze ist detailliert, mit dem prominenten „₿“-Logo und der Inschrift „BITCOIN“ oben. Der Hintergrund ist erfüllt von Reihen von Server-Racks, die mit blinkenden LED-Leuchten (meist rot und orange) und Kühlventilatoren ausgestattet sind, die die Münze einrahmen. Funken und Rauch steigen von der schmelzenden Münze auf und verstärken die chaotische und intensive Atmosphäre. Der Boden unter der Münze ist dunkel und uneben, mit geschmolzenen Rückständen. Die Beleuchtung ist dramatisch, mit warmen orangefarbenen und roten Tönen, die mit der kühlen Dunkelheit des Raums kontrastieren.

Beitragsbild: KI-generiert

| Die Mining-Branche setzt verstärkt auf Rechenzentren für KI-Anwendungen

Die US-Bitcoin-Miner MARA und CleanSpark haben für das zweite Quartal 2026 deutliche Umsatzrückgänge und hohe Verluste gemeldet. Die hohen Kosten für den Ausbau der Mining-Infrastruktur sowie sinkende Margen stellen selbst große Anbieter vor Herausforderungen. Beide Unternehmen wollen nun ihr Geschäft im KI-Bereich weiter ausbauen.

Schwächere Mining-Ökonomie belastet

Im Vergleich zum Vorjahr schürfte MARA mit 2.422 BTC sogar etwas mehr Bitcoin und verzeichnete dennoch einen Umsatzrückgang von 60 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht Einbußen in Höhe von gut 26 Prozent. Bei CleanSpark fiel der Rückgang mit 30,5 Prozent sogar noch etwas stärker aus.

Hintergrund dieser Entwicklung ist vor allem der Kursrutsch von BTC in den vergangenen Monaten. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 mit Kursen von über 100.000 US-Dollar ist Bitcoin inzwischen wieder stark zurückgekommen, was sich negativ auf die Mining-Erlöse auswirkte. Mit einem durchschnittlichen Kurs von 71.325 US-Dollar je Bitcoin war der Erlös für die Miner je BTC etwa 28 Prozent unter dem Vorjahresquartal.

Stromkapazitäten werden zum KI-Geschäft

Die Unternehmen reagieren auf die negative Entwicklung mit einer breiteren Vermarktung ihrer Strom- und Rechenzentrumskapazitäten. Bitcoin-Mining soll das Fundament des Geschäfts bleiben. Künftig wollen die Unternehmen ihre Flächen und Stromanschlüsse je nach Wirtschaftlichkeit jedoch auch für KI-Rechenzentren und High Performance Computing nutzen.

CleanSpark hat für ihr Rechenzentrumsprojekt im amerikanischen Sandersville bereits einen 20 Jahre lang laufenden Mietvertrag mit einem nicht namentlich genannten globalen Technologiekonzern abgeschlossen. Das vereinbarte Gesamtvolumen liegt bei 6,6 Milliarden US-Dollar. Der Vertrag soll dem Mining-Unternehmen langfristig besser planbare Einnahmen ermöglichen, die weniger stark vom schwankenden Bitcoin-Kurs abhängig sind.

Du möchtest die besten Mining-Anbieter vergleichen?
Wir zeigen dir in unserem BTC-ECHO-Vergleichsportal die besten Mining-Möglichkeiten.
Zum Vergleich
Das könnte dich auch interessieren