Die US-Bitcoin-Miner MARA und CleanSpark haben für das zweite Quartal 2026 deutliche Umsatzrückgänge und hohe Verluste gemeldet. Die hohen Kosten für den Ausbau der Mining-Infrastruktur sowie sinkende Margen stellen selbst große Anbieter vor Herausforderungen. Beide Unternehmen wollen nun ihr Geschäft im KI-Bereich weiter ausbauen.
Schwächere Mining-Ökonomie belastet
Im Vergleich zum Vorjahr schürfte MARA mit 2.422 BTC sogar etwas mehr Bitcoin und verzeichnete dennoch einen Umsatzrückgang von 60 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht Einbußen in Höhe von gut 26 Prozent. Bei CleanSpark fiel der Rückgang mit 30,5 Prozent sogar noch etwas stärker aus.
Hintergrund dieser Entwicklung ist vor allem der Kursrutsch von BTC in den vergangenen Monaten. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 mit Kursen von über 100.000 US-Dollar ist Bitcoin inzwischen wieder stark zurückgekommen, was sich negativ auf die Mining-Erlöse auswirkte. Mit einem durchschnittlichen Kurs von 71.325 US-Dollar je Bitcoin war der Erlös für die Miner je BTC etwa 28 Prozent unter dem Vorjahresquartal.
Stromkapazitäten werden zum KI-Geschäft
Die Unternehmen reagieren auf die negative Entwicklung mit einer breiteren Vermarktung ihrer Strom- und Rechenzentrumskapazitäten. Bitcoin-Mining soll das Fundament des Geschäfts bleiben. Künftig wollen die Unternehmen ihre Flächen und Stromanschlüsse je nach Wirtschaftlichkeit jedoch auch für KI-Rechenzentren und High Performance Computing nutzen.
CleanSpark hat für ihr Rechenzentrumsprojekt im amerikanischen Sandersville bereits einen 20 Jahre lang laufenden Mietvertrag mit einem nicht namentlich genannten globalen Technologiekonzern abgeschlossen. Das vereinbarte Gesamtvolumen liegt bei 6,6 Milliarden US-Dollar. Der Vertrag soll dem Mining-Unternehmen langfristig besser planbare Einnahmen ermöglichen, die weniger stark vom schwankenden Bitcoin-Kurs abhängig sind.
