Wale, Bullen und andere Indikatoren Marktanalyse: So steht es um Bitcoin, Ethereum und Co.

Das Binance-Drama verunsichert Investoren, Wale warten den Seitwärtstrend ab und Ethereum-Adressen werden aktiver. Das ist los am Kryptomarkt.

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von Santiment
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Kryptomarkt Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Bullen können einen Abverkauf der Bären erneut parieren

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Santiment.

Der September war bisher ein ruhiger Monat. Außer einigen kurzlebigen Rallyes und ein paar vereinzelten Altcoin-Pumps war bisher nur wenig Bewegung am Kryptomarkt. Der Monat startete allerdings mit einem sofortigen Kurseinbruch: Der Sieg von Grayscale über die SEC ließ Bitcoin am 29. August auf etwa 28.000 US-Dollar steigen. Kurze Zeit später sank die Kryptowährung Nummer 1 aber wieder auf 25.000 US-Dollar.

Seit diesem Rückgang am vergangenen Dienstag haben sich die Preise für Kryptowährungen leicht erholt. Bitcoin Cash profitiert weiterhin von den ETF-Hoffnungen. Toncoin gilt im September bisher mit einem Kurswachstum von 105 Prozent seit Ende August als größter Gewinner.

Am Kryptomarkt ist es in den letzten Wochen ruhig geworden I Quelle: Santiment

Binance-Debakel: Investoren sind verunsichert

Der Seitwärtstrend hat bei den Investoren für viel Ungeduld gesorgt. Die Stimmung zeigt, dass die Händler frustriert sind. Viele Anleger gehen davon aus, dass eine Rückkehr auf 30.000 US-Dollar unmittelbar bevorsteht. Andere sind überrascht, dass sich der Preis bei über 25.000 US-Dollar halten konnte.

Die jüngste Mainstream-Besorgnis betrifft die anhaltenden Gerüchte über die Insolvenz von Binance. Die SEC habe Binance.US überprüft und sei zu der Schlussfolgerung gekommen: Man sei sich unsicher darüber, dass das Unternehmen vollständig besichert war. Zwar ist diese Meldung nicht endgültig. Das Vertrauen in die größte Börse der Welt sinkt dadurch aber weiter.

Bitcoin-Kurs: Neuer Abverkauf?

Der neue CPI-Bericht in den USA weist darauf hin, dass die Arbeitsplätze und die Gesamtwirtschaft etwas schneller wachsen als erwartet. Dadurch ist der gesamte Kryptomarkt wieder gestiegen.

Sowohl Bullen als auch Bären sind in der vergangenen Woche lauter geworden, was historisch gesehen insgesamt positiv ist. Bemerkenswert ist, dass die Diskussionen über einen “Bärenmarkt” stärker zunehmen als über einen “Bullenmarkt”. 

Bei den Top-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung kam es zu Gewinnmitnahmen nach dem letzten Kurswachstum. Bitcoin verzeichnet dabei das höchste Verhältnis von Gewinn- und Verlustmitnahmen seit der ersten Juliwoche. Das ist typischerweise ein Warnsignal, der Kurs könnte weiter abfallen.

Die soziale Dominanz bei Bitcoin sinkt I Quelle: Santiment

Über Bitcoin wurde das ganze Jahr auf überdurchschnittlich hohem Niveau diskutiert. Im September ist der Prozentsatz der Diskussionen über Bitcoin im Vergleich zu anderen Krypto-Projekten wieder auf ein durchschnittliches Niveau gesunken. Dass Bitcoin weniger im Fokus der Diskussionen steht, zeigt, dass Anleger in volatile Vermögenswerte investieren wollen.

Seitwärtstrend: Bitcoin-Wale warten ab

Wale sind derzeit unheimlich ruhig. Adressen mit 10 bis 10.000 BTC halten zusammen etwas mehr als zwei Drittel des gesamten Bitcoin-Angebots. In den letzten fünf Wochen kam es nur zu einer sehr geringen Bewegung. Ein Blick auf die Transaktionen bringt Klarheit: Die Zahl ging Mitte Juli stark zurück und sinkt seitdem kontinuierlich weiter. Dieses Desinteresse ist nicht unbedingt ein schlechter Vorbote für den BTC-Kurs. Dennoch zeigt das Verhalten ganz klar: vermögende Investoren warten ab, was am Markt passiert.

Wal-Transaktionen flachen ab I Quelle: Santiment

FTX-Auszahlungen: Ethereum-Adressen wachsen

Andererseits gibt es einen starken Anstieg der aktiven Adressen, die im Netzwerk interagieren. Bei Ethereum kommt es zu einem ähnlichen Muster. Grund dafür sind die FTX-Liquidationen, die kürzlich begonnen haben. Das bedeutet, dass viele zuvor ruhende Adressen seit dem Börsen-Skandal plötzlich wieder interagieren. Dieser Anstieg könnte jedoch nur vorübergehender Natur sein, bis die Kryptowährungen aus den offiziellen FTX-Wallets liquidiert wurden.

Die durschnittliche Hodl-Dauer sinkt I Quelle: Santiment

Die ruhenden Adressen haben starke Auswirkungen, insbesondere auf das Ethereum-Netzwerk. Die durchschnittliche Hodl-Dauer lag vor einer Woche bei 518 Tagen. Jetzt sind es plötzlich nur noch 494 Tage – das könnte ein Vorbote für zukünftige Bullruns sein.

Disclaimer: Die in diesem Beitrag zum Ausdruck gebrachten Meinungen dienen nur allgemeinen Informationszwecken und sind nicht dazu gedacht, spezifische Ratschläge oder Empfehlungen für Einzelpersonen oder für bestimmte Wertpapiere oder Anlageprodukte zu geben.

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