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Lunyr: Ein Token gegen Fake News

Inmitten des ICO-Sturms der sich gerade ereignet steht Lunyr (LUN). Dieses Projekt nimmt sich Wikipedia als Vorbild und transferiert es auf eine Blockchain. Das Ergebnis: eine Plattform gegen Fake News.
Fake News Problematik

Danny de Boer
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Beitragsbild: @lunyr.com

Fake News Problematik

Wer glaubt die Fake News-Problematik sei erst seit der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ein Problem, der hat weit geirrt. Donald J. Trump nennt seine Kontrahenten zwar gerne “Fake News”, doch die Problematik ist ein Symptom unserer neuen Gesellschaft: der Informationsgesellschaft.

Seitdem es das Internet gibt, ist man nicht nur Empfänger von Informationen. Ein Sender ist prinzipiell jeder der bereits auf Social Media-Plattformen wie Facebook unterwegs ist. Informationen lassen sich in sekundenschnelle Abrufen. Wikipedia, Google und Co. sind die neuen Helfer bei den Hausaufgaben – nicht das alte staubige Mathebuch.

Der Informationsfluss ist so gewaltig, dass er schon zu stark geworden ist. Es gibt einen Markt für Apps, die einen davon abhalten andere Apps zu nutzen – und der Markt wächst. Inmitten dieser Informationsflut ist es schwierig Informationen mit seriösen Quellen zu finden. Zwar konnte man auch auf Wikipedia keine großen Aussagen ohne Quellenangabe machen, doch da die Wahrheit bekanntlich “als erstes stirbt” muss eine Plattform wie Wikipedia her, die dezentral aufgebaut ist. Sie sollte Beitragsleistende belohnen und Quellen voraussetzen.

Genau so etwas hat Lunyr vor.

Dezentralität: der Freund der Journalisten

Lunyr hat sich ein ausgeklügeltes System ausgedacht. Durch Belohnungstoken werden Menschen dazu animiert Beiträge zur Plattform zu leisten. Diese Beiträge müssen auf Quellen verweisen. Durch das eigene Handeln erlangt man Reputation, also einen Ruf. Wer also viel Inhalt beiträgt, der auch noch gut belegbar ist, der sammelt Rufpunkte.

Anders als bei Wikipedia soll die Plattform auch Werbung anbieten. Hierbei soll es sich dann um dezente und nicht aufdringliche Werbung handeln, ähnlich wie die Werbung die die bekannte Firefox-Erweiterung Ad-Block zulässt. Lunyr (LUN) lässt sich durch Ether kaufen. Leider ist der Weg ein wenig umständlich. Ein großer Pluspunkt ist aber, dass sie die Anleitung zum Token-Kauf, sowie das ganze White Paper, auf Deutsch übersetzt haben. Der ICO endet zwischen dem 27-28 April.

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