Krypto-Scam: Millionenschwere Betrüger in Taiwan gefasst
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Kryptowährungen gelten als beliebtes Tummelfeld für Betrüger aller Art. Zuletzt gab es aber auch etliche Erfolge der Behörden zu verzeichnen. So geschehen jetzt in Taiwan: Die Polizei von New Taipei nahm 15 Mitglieder eines Kriminellenrings fest. Der Vorwurf: millionenschwerer Betrug.

Beamte des taiwanesischen Criminal Investigation Bureau (CIB) nahmen die 15 Verdächtigen während zwei Razzien am 9. und 17. Januar 2019 fest. Darunter befindet sich auch der Anführer des Rings, der bislang nur unter seinem Vornamen „Lin“ bekannt ist. Während der Einsätze wurden Geld, Fahrzeuge und Anweisungen sichergestellt, die zeigen, wie der Betrug genau ablief. Bislang sollen rund 30 Personen der Masche zum Opfer gefallen sein. Der Schaden beläuft sich umgerechnet auf etwa 8,16 Millionen US-Dollar.


Krypto-Scam mit IBCoin: Bitcoin für „Erwachsene“

Die Betrüger verleiteten ihre Opfer dazu, in die Kryptowährung IBCoin zu investieren. IBCoin basiert auf dem Ethereum-ECR20-Token und dient dazu, „Unterhaltungsdienstleistungen für Erwachsene“ zu bezahlen. In Taiwan ist IBCoin verboten, was die Geprellten aber offenbar nicht wussten. Um die Fantasie der Investoren zu beflügeln, posteten die Kriminellen Bilder von teuren Luxus-Autos und anderen Status-Symbolen auf Facebook – ganz so, als ob man mit dem IBCoin über Nacht reich werden könne.

Das funktionierte natürlich nicht: Dem Criminal Investigation Bureau zufolge hat keines der Opfer jemals etwas von dem versprochenen Gewinn gesehen. Der IBCoin habe „keinen realen Wert“, außerdem gebe es keine Unternehmen, die mit IBCoin handeln würden. Reich wurden mit der Masche nur die Betrüger: Rädelsführer Lin soll die Coins über chinesische Kontakte für jeweils 1,5 Taiwan-Dollar (NTD) gekauft haben. Den Investoren jubelte er sie anschließend für 50-100 NTD unter.

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Welle von Krypto-Betrugsfällen in Asien

Erst kürzlich gab es in Taiwan eine weitere Verhaftung im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Mitte Januar nahmen die Behörden sieben Verdächtige fest, die ihre Opfer mit einem ausgefeilten Schneeballsystem betrogen. Die Summe war dabei sogar noch weit höher: Knapp 51 Millionen US-Dollar sollen die Betrüger erschlichen haben. Auch in Indien gab es zuletzt etliche Vorfälle, bei denen Investoren mit falschen Versprechungen in Millionenhöhe betrogen wurden. Die indische Polizei warnt deshalb vor einem Investment in Kryptowährungen.

Bleibt nur eine Frage: Nehmen solche Krypto-Scams immer mehr zu oder wird die Polizei einfach besser darin, die Betrüger zu schnappen?

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