Auf den Spuren Satoshi Nakamotos Kaspa Netzwerk: Bitcoin neu aufgerollt?

Das Krypto-Projekt Kaspa wagt einen frischen Anlauf, um Satoshi Nakamotos Version nach einem elektronischen Bargeld-System nachzukommen. Der Nakamoto Konsensus soll generalisiert werden, ohne Bitcoin ersetzen zu wollen. Über einen neuen Weg auf Satoshis alten Spuren.

Dr. Stephanie Morgenroth
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Kaspa KAS Token

Beitragsbild: Shutterstock

| Die POW-Blockchain Kaspa (KAS) kann sich zurück in Richtung Jahreshoch vorarbeiten

Nur 8 von 100 Menschen halten Bitcoin derzeit weniger als einen Monat. Solange Bitcoin im Wert steigt, wird Bitcoin mehr zum digitalen Gold als zum Bargeld. Kaspa bezeichnet sich nach eigenen Angaben als schnellstes und skalierbarstes PoW-Netzwerk. Die Blockzeit beträgt eine Sekunde, wohingegen Litecoin – was in der Vergangenheit häufig als digitales Silber bezeichnet wurde – 2,5 Minuten braucht. Was unterscheidet Kaspa von den gängigen PoW-Netzwerken?

Kaspa möchte das “Orphan Problem” lösen

Das Kaspa Netzwerk besteht derzeit aus einer reinen Layer-1-Transaktionsschicht, die von der Netzwerkarchitektur auf eine Mischung aus linearer Blockchain und gerichtetem azyklischen Graphen (DAG) setzt. Der sogenannte BlockDAG soll einen Kompromiss aus Sicherheit und Skalierbarkeit darstellen. In dieses Konstrukt wurde eine erweiterte Version des Nakamoto Konsensus implementiert: Kaspas GhostDAG Konsensus (neuer DAG Knight Konsensus in Planung) lässt anders als Bitcoin die sogenannten “Orphan Blöcke” oder “verwaisten Blöcke” zu. Anstatt dass die Miner wie bei Bitcoin konkurrieren, lässt Kaspa die Miner einfach ausgedrückt zusammenarbeiten – unabhängig davon, ob der neue Block auf der Hauptkette oder als verwaister Block in der Peripherie liegt.

Damit Kaspa die unehrlichen Miner erkennt, verwendet GhostDAG einen speziellen Algorithmus, der die Blöcke der ehrlichen Miner stärker und schneller verbindet als die Blöcke derer, die in Konflikt dazu stehen. Daneben soll die verkürzte Blockzeit (1 Sekunde) und eine geringe Blockbestätigungszeit (Latenz) die Sicherheit gewährleisten, um eine Manipulation durch Angreifer auf die verwaisten Blöcke zu unterbinden. Mehr Hintergrundinformationen zu Kaspa werden im Video ausführlicher beschrieben.

Löst Kaspa das Blockchain Trilemma?

Kaspa hat das Interesse an PoW neu entfacht. Erneut kann diskutiert werden, ob Proof of Work-basierte Netzwerke energieeffizient arbeiten können und zugleich das Blockchain Trilemma aus Sicherheit, Skalierbarkeit und Dezentralität lösen können.  Das Gemeinschaftsprojekt plant zukünftig weitere Second Layer Schichten einzupflegen, um Smart Contract Funktionen für DeFi-Anwendungen zu ermöglichen. 

Gelingt dieser Meilenstein, könnte Kaspa technologisch betrachtet eine Zwischenposition zwischen den PoW-Netzwerken einerseits und den Smart Contract fähigen PoS-Netzwerken andererseits einnehmen. 

Aufgrund des frühen Entwicklungsstatus kann jedoch schlecht abgeschätzt werden, ob Kaspa ein “neues digitale Silber” wird und damit Netzwerken wie Litecoin den Rang abläuft. Frühe Netzwerkteilnehmer profitieren derzeit am meisten von der steigenden Beliebtheit, die nicht zuletzt auf eine Listung durch größere Börsen wie Kucoin zurückzuführen ist. Ob dieses Vertrauen langfristig wächst, bleibt abzuwarten. Bis heute lässt sich jedoch der Wachstumspfad nach den Worten des Kaspa Gründers als “Positivsummenspiel” bezeichnen. 

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