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ICO-Projekt Herdius will Kryptowährungen massentauglich machen

Das Berliner Start-up Herdius will mit einem blockchain-übergreifenden Handelsnetzwerk die Eintrittsbarrieren zu Kryptowährungen senken. Gegenüber bestehender Blockchains soll das Herdius-Netzwerk mehr Skalierbarkeit, Schnelligkeit und Sicherheit bieten. Der im ersten Quartal 2018 geplante ICO erfolgt in Abstimmung mit der Finanzaufsicht.

Gregor Hallmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Herdius-Gründer und Geschäftsführer Balasz Deme hat große Ziele: Der 20-Jährige will eine Infrastruktur für das komplette Ökosystem der Kryptowährungen etablieren. „Wir wollen die Transaktionsgeschwindigkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit der etablierten Kryptowährungen verbessern und einen unmittelbaren Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Blockchains ermöglichen“, erklärt Deme. Ermöglichen soll das eine Transaktionsebene, die zwischen dem Anwender und den zugrundeliegenden Blockchains etablierter Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum liegt.

Ins Herdius-Netzwerk transferierte Kryptowährungen sollen dort deutlich schneller handelbar sein als bei den etablierten Blockchains. Erreicht werden soll der Zeitvorsprung unter anderem durch die Anwendung einer Blocks-of-Blocks-Architektur (BoB), die eine vertikale Ausdehnung von Blöcken ermöglicht. Im Umgang mit Private Keys will Herdius mit distribuierten, virtuellen Wallets einen dritten Weg eröffnen, neben der Offline-Speicherung oder der Verwahrung in Online-Wallets. „Vereinfacht gesagt ist die Idee dabei, Private Keys zu zerschneiden und die Einzelteile verschlüsselt im Netzwerk verteilt zu speichern, bis sie wieder benötigt werden“, sagt Deme, „Das wäre für den User so bequem wie Online-Wallets, aber deutlich sicherer.”

Angesichts regulatorischer Warnungen vor ICOs und öffentlicher Kritik an diesem Finanzierungsmodell soll das Herdius-Projekt rechtlich auf sicheren Füßen stehen. Das Start-up firmiert als deutsche GmbH, die ICO-Pläne wurden der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) offengelegt. „Damit wollen wir vor allem unsere Token-Käufer absichern“, erläutert Deme. Im Zuge des für das erste Quartal 2018 geplanten ICO können Nutzer Herdius-Token bis zu einer Obergrenze von 30 Millionen Euro gegen Ether erwerben.

Wird eine Schwelle von fünf Millionen Euro nicht erreicht, verspricht Herdius den Rückfluss aller Mittel an die Token-Käufer. Mit dem Herdius-Token sollen Erwerber unter anderem Transaktionen validieren können, auch die Teilnahme an Abstimmungen über die Entwicklung des Netzwerks ist vorgesehen. Auf Anfrage von BTC-ECHO stellt ein Herdius-Sprecher aber klar, dass es sich um Utility Tokens handelt: „Die Erwerber bestimmen nicht darüber, was die Herdius GmbH tut“, sagt Thomas Euler. Der Sprecher betont, dass der Herdius-ICO die derzeit geltenden regulatorischen Vorgaben erfülllt: „Wenn von Aufsichtsbehörden aber neue Vorgaben kommen sollten, werden wir uns daran anpassen“, so Euler. Bis zum ICO ist Herdius nach seinen Angaben von den Venture-Finanzierern Medici Ventures und Catena Capital begleitet worden.

Die Entwicklungsphase der Herdius-Blockchain soll nach Ende des ICO starten, eine erste Demoversion steht laut Thomas Euler im Januar zur Veröffentlichung an. Eine Alpha-Version soll im dritten Quartal 2018 folgen, die voll funktionsfähige Herdius-Blockchain soll im zweiten Quartal 2019 lanciert werden.

BTC-ECHO

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