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Hoffnungsschimmer Hilft Krypto in Afghanistan den Frauen oder den Taliban?

Afghanistan steht am Abgrund – Sanktionen, Inflation, Zusammenbruch der Volkswirtschaft und Verbot internationaler Währungen. Genau jetzt schafft es das Land unter die weltweiten Top 20 des Crypto Adoption Indexes. Was passiert da am Hindukusch?

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Frau mit Kopftuch

Beitragsbild: Shutterstock

Vor fünf Monaten erreichten uns täglich Nachrichten aus Afghanistan, die um die Welt gingen. Menschen kämpften am Flughafen in Kabul darum, ihr Land in einem der 150 täglich startenden Evakuierungsflüge verlassen zu können. In der Stadt schossen die Taliban sich den Weg ins Zentrum frei, auf dem Rollfeld klammerten sich verzweifelt Mütter mit ihren Kindern an die Fahrwerke von Militärflugzeugen.

Das Taliban-Regime hatte sich zuvor nur wenige Wochen nach Abzug der US-Streitkräfte Stück für Stück die Herrschaft in dem Land zurückgeholt. Während viele Menschen alles stehen und liegen ließen, um aus Afghanistan zu fliehen, reagierten andere eher hoffnungsvoll. Vielleicht haben die Radikalislamisten sich geändert, sind mit der Zeit gegangen? Doch die internationalen Beziehungen zwischen den selbsternannten Gotteskriegern und den westlichen Ländern verschlechterten sich – mit dramatischen Folgen für die afghanische Bevölkerung.

In der Folge befindet sich Afghanistan aktuell in der politischen und wirtschaftlichen Isolation. Anstalten, die Taliban als neue Regierung des Landes offiziell anzuerkennen, macht weltweit kein Nationalstaat. Im Gegenteil: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängt Sanktionen. Eine Folge sind eingefrorene Vermögenswerte, zur Zeit des Schreibens sind Geldreserven in Höhe von rund neun Milliarden US-Dollar eingefroren.

Für ein Land, das jahrelang auf internationale Hilfsgelder angewiesen war, hat dies fatale Konsequenzen. Die Abkapselung Afghanistans, zusammen mit einer schwerwiegenden Dürre und der Coronapandemie, bringt eine humanitäre Krise mit sich.

Bitcoin & Krypto als Hoffnungsschimmer

Eigentlich hatte Roya Mahboob vorgesorgt. Die Gründerin des Digital Citizen Fund – einer Nichtregierungsorganisation, die Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern Zugang zu Technologie verschafft – fing vor bereits 10 Jahren an, ihre Mitarbeiterinnen in Bitcoin zu bezahlen. In dem von der Organisation geführten IT-Center in Kabul lernten Frauen nicht nur Computergrundkenntnisse, sondern auch, wie man in Bitcoin und Ethereum investiert und sich eine Wallet einrichtet.

Nach der Machtübernahme der Taliban konnten einige dieser Frauen ihr Krypto-Vermögen nutzen, um unbemerkt aus dem Land zu flüchten.

Wie sie das geschafft haben und wie Afghanistan heute im internationalen Krypto-Ranking dasteht, lest ihr im aktuellen Kryptokompass Magazin.

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