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Google Cloud nutzt Chainlink für Smart-Contract-Lösung – LINK-Kurs pumpt

Google Cloud arbeitet einem Blog-Post zufolge an Applikationen, die Cloud-generierte Daten auf einer Blockchain abbildet. Dafür nutzt Google das In-House Data Warehouse BigQuery und integriert Smart-Contract-Lösungen von Chainlink (LINK). Das LINK-Kurs dankt es dem Announcement mit einem veritablen Kurs-Pump.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Chainlink-Symbolbild

Quelle: Shutterstock

Die Idee, Daten fälschungssicher auf der Blockchain abzulegen, ist beileibe nicht neu. Man spricht von der sogenannten Immutabilität (Unveränderlichkeit) der Blockchain. Einen Schritt weiter ging Nick Szabo bereits 1997. In einem Paper schrieb der Computerwissenschaftler – der nebenbei auch als potenzieller Bitcoin-Gründer gehandelt wird – erstmals von sogenannten Smart Contracts. Diese erweitern die Idee der Immutabilität der Blockchain um bestimmte Vereinbarungen, dessen Bedingungen durch Computer-Code automatisch erfüllt werden.

Nach wie vor stellt sich aber die Frage, welche Daten man für die Erfüllung des Smart Contracts heranzieht. Schließlich müssen diese vertrauenswürdig sein – wie wir wissen, ist Vertrauen im Blockchain-Ökosystem eine heikle Angelegenheit. Eine mögliche Lösung, wie man diese sogenannten Oracles, also Datenquellen, die außerhalb der Blockchain liegen, nutzen kann, stellt Google in einem Blog-Post vor.

Chainlink macht es möglich

Google Cloud stellt dazu eine Art hybride Lösung vor, bei der Smart-Contract-Plattformen wie die Ethereum-Blockchain den Daten-Host – in diesem Fall das Google Data Warehouse BigQuery – anzapfen und diese Daten als Oracle für die Ausführung der Smart Contracts können. Ein wichtiger Baustein in dieser Kette ist Chainlink.

Verkürzt ausgedrückt hat Google Cloud ein System gebaut, bei dem dApps (dezentrale Applikationen) zunächst Daten bei Chainlink abgreift, welche selbige wiederum bei BigQuery erhalten hat. So entsteht ein hybrides Blockchain-System aus Cloud-Daten, die dApps mit Oracles füttern.

Anwendungsfälle für Chainlink

Prediction Markets

Prediction Markets bezeichnen Wetten auf zukünftige Ereignisse. Sie sind folglich der Smart-Contract-Use-Case schlechthin. Sofern das Oracle, das über Gewinn und Verlust der Wette entscheidet, Integrität hat (wofür Google garantiert), dürfte Prediction Markets in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Google hat das erkannt.

Blockchain-Plattform-Risiken absichern

Ähnlich zu Finanzderivaten wie Terminkontrakte skizziert Google den Einsatz seiner Hybrid-Lösung bei der Absicherung gegen Risiken, die bei der Nutzung der Blockchain-Plattform entstehen können. So können dApp-Entwickler beispielsweise On-Chain-Daten von der Ethereum-Blockchain abgreifen, um sich so beispielsweise gegen zu hohe Gas-Preise absichern. Dies, so Google, dürfte Innovationen ankurbeln.

Submarine Sends erhöhen Privacy

Eine regelmäßige Nutzung von Smart Contracts kann gewisse Risiken für die Anonymität der Nutzerinnen und Nutzer zur Folge haben. Zwar ist dies eine grundsätzliche Schwäche des pseudonymen Ethereum-Protokolls. Wie Google indes schreibt, verschärft sich das Problem beim Gebrauch von Smart Contracts abermals.

Allerdings könnte man dieses Problem durch sogenannte Submarine Sends eindämmen. Normalerweise implizieren Submarine Sends zwar auch Blockchain Bloating. In Kombination mit Oracles könne man allerdings auch diesem Problem Herr werden – ein weiteres Argument also für den Einsatz der Oracles von Chainlink.

LINK to the Moon?

Anleger, die auf eine Kooperation mit einem der großen Internet-Unternehmen wie Google gesetzt haben, wurden mit satten Kursgewinnen belohnt. Nach Bekanntwerden der Integration von Chainlink in die hybride Google-Lösung schnellte der LINK-Kurs um etwa 30 Prozent nach oben.

LINK notiert zur Stunde bei 1,51 US-Dollar.

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