Gegenüberstellung Galaxy Digital: Großbanken brauchen mehr Energie als Bitcoin
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Quelle: Shutterstock

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Das Kryptounternehmen Galaxy Digital präsentiert einen Report, der den Stromverbrauch von Bitcoin mit dem der Großbanken vergleicht. Das Ergebnis: Bitcoin verbraucht noch nicht einmal halb so viel.

Immer wieder werden Bedenken angesichts des hohen Energieverbrauchs von Bitcoin (BTC) laut. Zuletzt hatte Elon Musk gar ankündigt, für Tesla-Autos keine Zahlungen mehr in Bitcoin zu akzeptieren. Er begründete dies mit dem rapide steigenden Verbrauch fossiler Brennstoffe, insbesondere fürs Bitcoin-Mining. Nun besagt jedoch eine aktuelle Studie, dass das traditionelle Bankensystem viel mehr Energie verbraucht als das gesamte Bitcoin-Netzwerk.


Mike Novogratz’ Kryptowährungsfirma Galaxy Digital veröffentlichte am Freitag einen Bericht, der sich mit dem Energieverbrauch von Bitcoin im Vergleich zum Bankenwesen beschäftigt. Der Bericht biete “einen quantitativer Ansatz für eine subjektive Frage”, wie es im Untertitel heißt. Galaxy stellt überdies einen Open-Source-Zugang zu seiner Methodik und seinen Berechnungen zur Verfügung.

Die vom Mining-Arm von Galaxy erstellte Studie schätzt den jährlichen Stromverbrauch von Bitcoin auf 113,89 TWh.  Darin enthalten sind Stromverbrauch aller Miner, Pools und Knoten. Dieses Aufkommmen sei mindestens zweimal niedriger als der gesamte Energieverbrauch sowohl des Bankensystems als auch der Goldindustrie – unabhängig voneinander – auf jährlicher Basis, so die Schätzungen von Galaxy. 


Energieverbrauch von Banken nicht transparent

Laut der Studie ist der Energieverbrauch von Bitcoin transparent und leicht in Echtzeit mit Tools wie dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index zu verfolgen. Die Auswertung des Energieverbrauchs der Goldindustrie und des traditionellen Finanzsystems sei jedoch nicht so einfach, so Galaxy Digital Mining.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Bitcoin-Netzwerk einen hohen Energiebedarf hat. Aber dieser Energieverbrauch macht das Netzwerk stabil und sicher. Der Energieverbrauch ist für Kritiker ein gefundenes Fressen. Aber diese Kritik wirft die Frage auf: Womit verglichen ist der Energieverbrauch hoch?

Ausgehend von den Schätzungen von Galaxy zum Stromverbrauch von Bankrechenzentren, Bankfilialen, Geldautomaten und den Rechenzentren von Kartennetzwerken wird der jährliche Gesamtenergieverbrauch des Bankensystems auf 263,72 TWh weltweit geschätzt. Diese Zahl beruht deswegen auf Schätzungen, weil das Bankwesen die Daten des Stromverbrauchs nicht direkt meldet. Dies gilt ebenfalls für die Goldindustrie, die laut der Studie 240,61 TWh pro Jahr verbraucht. 

Wie gesagt, ist der subjektive Ansatz der Fragestellung schon aus dem Untertitel der Studie ersichtlich. Natürlich hat Galaxy Digital (das für die zweite Jahreshälfte 2021 einen IPO plant) als auf Kryptowerte spezialisierter Finanzdienstleister großes Interesse an einer positiven Darstellung der Bitcoin-Energiebilanz. Nichtsdestotrotz ist jeder eingeladen, über GitHub die Schätzungen den Banken- und Goldsektor betreffend zu kommentieren. 


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