Trotz geopolitischer Krisen und anhaltender Kursschwäche läuft das Bitcoin-Netzwerk unbeirrt weiter. Seit dem Genesis Block am 3. Januar 2009 sind laut CoinGlass inzwischen über 19.997.000 BTC geschürft worden, sodass nur noch rund 3.000 BTC bis zur Marke von 20 Millionen fehlen. Damit befinden sich bereits mehr als 95 Prozent des strikt auf 21 Millionen begrenzten Bitcoin-Angebots im Umlauf, während das Schürfen der restlichen Million länger als ein Jahrhundert dauern wird.
Die psychologisch wichtige Schwelle ist ein Zeichen wachsender Reife und verweist zugleich auf die von Satoshi Nakamoto im Bitcoin-Protokoll fest verankerte absolute Knappheit als radikalen Gegenentwurf zu beliebig vermehrbarem Fiatgeld. Basierend auf dem aktuellen Block Reward von 3,125 BTC und durchschnittlich 144 täglich produzierten Blöcken werden pro Tag etwa 450 neue Bitcoin geschürft. Das heißt: Schon in einer Woche dürften tatsächlich 20 Millionen Coins zirkulieren.
Seit dem vierten Halving Event im April 2024 kommen pro Jahr nur noch rund 164.000 neue BTC hinzu, was einer Inflationsrate von unter einem Prozent entspricht. Das Gold-Angebot dagegen wächst durch neue Förderung jährlich um etwa 1,5 bis 2 Prozent bei einem Gesamtbestand von mehr als 200.000 Tonnen. Lag die “Bitcoin-Inflation” in den ersten Jahren noch im zweistelligen Bereich, unterbietet das digitale Gold die jährliche Angebotsausweitung des physischen Edelmetalls inzwischen deutlich.
Bitcoin gegen Gold: Absolute Knappheit versus relative Knappheit
Schießt der Goldpreis wie 2025 stark nach oben, wittern auch viele Minenkonzerne ihre Chance. Projekte, die sich jahrelang nicht gerechnet haben, werden plötzlich wieder interessant, neues Kapital fließt und mittelfristig kann mehr Gold aus dem Boden geholt werden. Dieses zusätzliche Angebot wiederum hat das Potenzial, den Preisanstieg früher oder später auszubremsen. Bei Bitcoin funktioniert das Spiel aber anders, denn egal ob der Kurs explodiert oder abstürzt – die Zahl der täglich neu geschürften Coins bleibt unverändert. Für Miner ist das zwar häufig schmerzhaft, aber dafür macht es die digitale Knappheit von Bitcoin noch kompromissloser als die des physischen Rivalen.
Es ist daher weniger die Begrenztheit, sondern vielmehr die jahrtausendealte Geschichte und das damit einhergehende Vertrauen, die Gold auch 2026 noch zum bevorzugten “sicheren Hafen” in Krisenzeiten machen. Gefragt nach dem stärksten Argument gegen Bitcoin, gab Strategy-Gründer Michael Saylor kürzlich eine entsprechende Antwort: “Das stärkste Argument gegen Bitcoin ist derzeit, dass es neu ist. Es ist neu, und da es noch nicht lange existiert, möchte ich vielleicht erst einmal abwarten, bevor ich ihm mein ganzes Leben anvertraue.” Dementsprechend sollten Bitcoin-Hodler geduldig bleiben, denn der “Prozess der Kommerzialisierung” der Kryptowährung habe gerade erst richtig begonnen.
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