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Balanceakt Extreme vs. Optimierung beim Krypto-Trading

Trading sollte nicht emotional aufrühren. Solange es keine „Kicks“ gibt bedeutet das, dass man sich gut schlägt. Sobald die Herzfrequenz ansteigt, ist klar, dass etwas nicht stimmt. Man handelt entweder zu groß oder verletzt andere Regeln des klugen Tradings. Warum optimiertes Trading besser ist als die Jagd nach Extremen.

Florian Grummes
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Florian Grummes ist der Kopf hinter Midas Touch Consulting, einem Analysedienst für den Markt der Edelmetalle und seit einiger Zeit auch Kryptowährungen. Auf seinem Blog führen er und andere Analysten technische, fundamentale und sentiment-getriebene Analysen durch. Im Folgenden findet man eine seiner Analysen, die zuerst in Englisch auf seinem Blog erschienen ist.

Wir alle lassen uns gerne inspirieren. Wir wollen etwas Besonderes sein, uns bedeutungsvoll fühlen und eine Geschichte zu erzählen haben. Die Extreme liefern diese Geschichte. Sie lassen uns etwas fühlen. Es gehört im Trading zu größten Herausforderungen, nicht auf Extreme beziehungsweise alles auf eine Karte zu setzen; nicht seinem Instinkt zu folgen. Erfolgreiches Trading erfordert die feste Überzeugung, dass Mittelwerte und Optimierung der Weg zum Reichtum sind. Extreme versus Optimierung – der innere Kampf, den ein Händler täglich gewinnen muss.

Eine Optimierung ruft möglicherweise nicht die gewünschte Euphorie hervor. Nichtsdestotrotz ist sie der sicherste Weg, sich dem Markt aus einer risikoarmen Perspektive zu nähern.

Optimierung ist das, was Systeme zum Leben erweckt. Darüber hinaus muss das Ziel sein, im eigenen Interesse zu handeln und zu Traden und sich dabei an den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit zu orientieren. Das ist nicht aufregend – aber es bringt Geld ein.

Im Jahr 2020 hatten wir einen negativen Ölpreis. Heute ist jeder sechste Mensch in den USA arbeitslos. Wir haben mit einer Pandemie und Unruhen zu kämpfen. Wir hören täglich von Konflikten im Iran und in China und von Regierungen, die Kredite in Rekordhöhe aufnehmen. Gelddruckmaschinen sind überhitzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir in Extremen leben.

Es bedarf beim Trading äußerster Disziplin, um die Balance zu wahren, bescheiden zu handeln und Optimierungen mit Bedacht durchzuführen. Mit anderen Worten: Bleibt auf dem Mittelweg und lasst euch nicht von Emotionen überwältigen.

BTC-USDT Wochenchart: Vorausschau

Eine großartige Möglichkeit des optimierten Handels ist eine umfangreiche Volumen-Analyse. Das obige Wochenschaubild zeigt den Zeitrahmen von August 2017 bis Mai 2019. Zu diesem Zeitpunkt haben wir Ende 2017 drei signifikante Range-Fraktale (blaue Kästen) identifiziert. Die roten horizontalen Linien innerhalb der blauen Kästen sind der Kontrollpunkt (Point of Control, POC). Sie sind der Knoten mit dem höchsten Volumen innerhalb dieses Zeitrahmens. Sie sagten bereits auf raffinierte Weise Unterstützungs- und Widerstandszonen voraus (grüne horizontale Linien). Wenn man den Kurs zusammen mit den Punkten „a“ bis „h“ (in gelb) verfolgt, wird die Bedeutung dieser früh etablierten optimierten Daten deutlich.

BTC-USDT: Wochenchart mit „Target Magnets“

Der obige Wochenchart von Bitcoin beginnt Ende 2017 mit dem Allzeithoch von Bitcoin und endet mit dem aktuellen Datum. Fünf signifikante fraktale Zonen wurden nacheinander identifiziert und trugen somit wesentlich dazu bei, Ziele (gelbe Buchstaben a bis g) für unsere Handelsgeschäfte festzulegen. Je mehr sich Bitcoin auf den Märkten etabliert hat, desto präziser ist dieser optimierte Ansatz zur Vorhersage hochwahrscheinlicher Ziele geworden. Dieser Ansatz ist prinzipienbasiert und kann auf alle Zeitrahmen angewendet werden.

BTC-USDT, Tageschart: Extreme vs. Optimierung

Ein genauerer Blick in den letzten (5.) Fraktalbereich des vorhergehenden Wochenschaubildes zeigt, dass in den letzten drei Wochen ein schrumpfender Kursbereich ein großes Risk/Reward-Verhältnis bietet. Der POC der optimierten Volumenanalyse (horizontale rote Linie) liefert das angenommene Ziel.

Am 6. Oktober 2020 versuchten wir bei Midas Touch Consulting zunächst einen zu erwartenden langen Ausbruch. Nur 25 Minuten nach unserem risikoarmen Einstieg führte ein Tweet des US-Präsidenten Donald Trump zu einem steilen Kursrückgang für den Tag: Ein Extrem hatte uns aus dem Markt genommen. Wir konnten den Handel zu unserer üblichen optimierten Risikomarke von einem halben Prozent reduzieren. Bereits zwei Tage später ergab sich eine weitere Gelegenheit (grüner Pfeil nach oben). Diesmal wich die obere Widerstandslinie des Dreiecks einem Ausbruch.

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