Ethereum Domain System (ENS) startet zweiten Anlauf
Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

engines and nozzle Launch vehicle. Launch vehicle on the launch pad

Quelle: © OlegDoroshin - Fotolia.com

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Die Idee bestand aus einem dezentralen Domain-Register, wie wir es von alltäglichen Webseitennamen kennen. Der erste Start wurde abgebrochen, nun geht es für die Ethereum-Blockchain Anwendung in die zweite Runde.

Der Ethereum Name Service (ENS) ist ein führungsloses, dezentrales Domain-System der Ethereum Foundaton. Urpsrünglich sollte es bereits Mitte März gestartet werden, doch als zwei kritische Bugs gefunden wurde verschob man den Start, reorganisierte sich und ging auf erneute Fehlerjagd.

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Nach rund zwei Monaten, einem gründlichen Post-Mortem (Begriff für die äußerst detaillierte Rückverfolgung eines Fehlers), einem unabhänigen Sicherheits-Audit und einem Bounty-Programm zur Aufdeckung anderer Fehler, startet der Dienst von neuem. Sollte alles glatt laufen, dann können die Nutzer bald Domains registrieren.

In einem Blog-Post schrieb der ENS Community Launch-Manager, Chris Remus:

“Das Team wird den Relaunch strengstens verfolgen. Notfallpläne stehen bereit, falls unerwartet kritische Probleme auftreten.”

Was ist schon ein Name?

Warum braucht Ethereum überhaupt einen Name-Service?

Die Idee dahinter ist, dass Menschen normalerweise relativ überfordert mit hexadezimalen Adressen sind. Diese Adressen sind lang, schwer einzugeben und nicht gerade benutzerfreundlich.

Beispielsweise ist es viel einfacher Ether (die Währung der Ethereum-Blockchain) an ‘alice.wallet.eth’ zu schicken. Es ist ebenso viel einfacher Inhalte von Swarm (Ethereums dezentralen Speicherplatz) abzurufen, indem man ‘alice.swam.eth’ eingibt, statt ‘0x123f681646d4a755815f9cb19e1acc8565a0c2ac’ auszuschneiden und einzufügen.

Johnson erklärte CoinDesk:

“Einen Fehler zu machen geht viel zu schnell, Geld an falsche Adressen zu schicken ist zu einfach. Indem man einen für Menschen lesbaren Namen einträgt, verschafft uns das einen immensen Vorteil.”

Das ENS vereinfacht eine Vielzahl von Ethereum-Diensten, wie Smart Contracts, Wallet-Adressen, Speicherplatzprojekte von Swarm, Public Keys auf der sicheren Nachrichtenplattform Whisper und viele mehr.

Man kann im ENS einen wichtigen Baustein für die Erstellung von dezentralen Apps auf Ethereum wiedererkenne. Das Startup-Projekt Aragon plant beispielsweise das System zu nutzen um DAOs einfacher auffindbar zu machen.

Zusammengefasst macht das ENS zwei Dinge. Es erlaubt den Nutzern Domain-Namen (wie “google.com”) zu registrieren, welche wiederum durch Smart Contracts geregelt werden. Sie geben vor welche Subdomains man erstellen kann. Es funktioniert wie ein Adressbuch, indem die Namen auf die darunterliegenden Maschinenadressen zeigen.

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‘Langsamer Start’

Sobald der ENS auf der Haupt-Blockchain aktiviert wurde, kann jeder eine Top-Level-Domain mit der Endung “eth” durch eine offene Auktion erwerben.

Da ENS aber einen sogenannten ‘langsamen Start’ (orig. Soft Launch) durchführt, sind nicht alle Namen direkt verfügbar. Stattdessen werden die Namen nach und nach in einer achtwöchigen Phase freigeschaltet. Kurze Namen (alles was kürzer als sieben Zeichen ist) wird noch nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre verfügbar sein. Erst danach wird das System geupgraded.

Durch die Auswahl eines Namens wird eine Auktion initiiert. Die Auktion besteht aus zwei Teilen: Einer dreitägigen geschlossenen Auktionsphase, in der man eingibt wie viel Ether man bereit ist zu zahlen. Danach folgt eine zweitägige öffentliche Phase, in der die Gebote frei einsehbar sind.

Ein geheimes Gebot verhindert, dass nicht jemand im letzten Moment der Auktion zuschlägt. Neue Gebote sind in der öffentlichen Phase verboten.

Man verliert kein Geld durch Gebote. Jegliches Ether was man einsetzt um Namen zu kaufen, wird in einem seperaten Beurkundungsaccount mit dem eigenen Namen festgehalten. Diese Urkunden sind erst nach einem Jahr übertragbar. Verzichtet man auf einen Namen, bekommt man seine Einzahlung zurück.

Wie Johnson CoinDesk erklärte, dient die Auktion und die Berurkundung der Verhinderung eines “Auktionsfiebers”. Spekulanten könnten somit beliebte Namen vor reservieren und sie für den Wiederverkauf behalten. Durch die genannte Taktik soll ein fairer Preismarkt entstehen.

Mit diesem Plan ist Johnson zuversichtlich, dass dieser Start ein Erfolg wird:

“Ich denke wir haben alle Vorkehrungen getroffen.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Amy Castor via coindesk

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