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Tief durchatmen Emotionen: Darum ist Krypto eine Achterbahn der Gefühle

Die Preise steigen: Freude, Euphorie und Gier regieren den Markt. Je höher sie steigen, desto mehr Teilnehmer wollen an dem Aufschwung teilhaben. Die Preise fallen – Panik, Wut und Depressionen regieren den Markt. Je tiefer die Preise sinken, desto schwerer fällt es, seine Coins nicht mit einem drastischen Rabatt aus der Hand zu geben. Warum ist das so? Sind die Märkte wirklich komplett von Emotionen regiert und wie bildet sich dadurch der Preis? Das und vieles mehr analysieren wir in diesem Artikel.

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Der Krypto-Markt unterliegt extremen Preisschwankungen. Es gibt nur wenige Anlageklassen, die so viel Volatilität aufweisen. Das ist unter anderem der Fall, weil es sich bei der Krypto- und Blockchain-Technologie um eine sehr junge Anlageklasse handelt. Bitcoin existiert erst seit 13 Jahren und der Markt von Ethereum und den dazugehörigen Altcoins erst seit dem Jahre 2014. Märkte werden allerdings erst mit der Zeit effizienter. 

Der Begriff der Markteffizienz wurde 1970 von dem US-Ökonomen Eugene Fama geprägt. In einem effizienten Markt bekommen die Teilnehmer sofortigen Zugang zu neuen Informationen, sie verstehen diese und sie fließen in Echtzeit in die Preisbildung ein. Es sollte ein Informationsgleichgewicht im Markt herrschen, das in einem jungen und unregulierten Krypto-Markt unvorstellbar ist.

Und je weiter man sich von den großen Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, Ethereum oder Binance Coin in Richtung Micro-Caps (jüngere Projekte mit geringer Marktkapitalisierung) bewegt, desto ineffizienter sind die Märkte. Das geht auf der einen Seite mit höheren Preisschwankungen und damit höherem Risiko von Investitionen einher.

Auf der anderen Seite ist es einfacher, einen Vorsprung im Markt zu erlangen, wenn die Märkte ineffizient sind. Es sind gerade diese Ineffizienzen, die von erfahrenen Marktteilnehmern ausgenutzt werden und die zu hohen Profiten führen. Doch was machen erfahrene Teilnehmer anders als unerfahrene?

Emotionen im Markt sind nicht effizient (und bringen dich um dein Kapital)

Wie wir bereits erwähnten, sind vor allem junge Anlageklassen und Märkte sehr volatil. Dazu tragen einige Faktoren bei. Zu diesen zählen unerfahrene Marktteilnehmer, wenig Liquidität und hohe Volatilität. All das führt dazu, dass die Emotionen direkt und unverfälscht in der Preisbildung und in den Preis-Grafen wahrzunehmen sind. 

Bedenke, dass der Aktienmarkt manisch-depressiv ist

Warren Buffett, US-amerikanischer Großinvestor und CEO von Berkshire Hathaway

Vor allem in kleineren Krypto-Projekten (wie ICOs oder NFTs) ist der Anteil an unerfahrenen Marktteilnehmern sehr hoch. Erfahrene Marktteilnehmer, wie etwa Großinvestoren, Institutionen und Firmen, können oft erst in den Markt steigen, wenn genügend Liquidität für sie vorhanden ist. Das ist nicht bei allen Kryptowährungen gegeben.

Mit steigender Liquidität finden also immer mehr Experten ihren Weg in den Markt – und diese machen Gebrauch von ausgeklügelten Handelsstrategien. Sie betreiben Arbitrage zwischen den verschiedenen Börsen, haben detaillierte Trading-Pläne, verdienen durch Handelsgebühren, indem sie Liquidität bereitstellen, oder handeln mit Bots und Algorithmen.

Algorithmische Trader versuchen in ihrer Strategie, jegliche Subjektivität und dadurch jegliche Emotionen auszuschalten. Sie legen durch Computerprogramme Bedingungen fest, unter denen ein Handel durchgeführt wird. Diese Handelsstrategie ist vor allem bei kurzfristigen Tradern beliebt, sie nennen sich auch High-Frequency-Trader. 

Neben der Markt- und Blockchain-Theorie, sowie Erfahrung, haben erfolgreiche Trader vor allem eines gelernt: Ihre Emotionen zu kontrollieren und nicht emotionsbasiert zu handeln. Damit du das auch lernen kannst, schauen wir uns jetzt genauer an, wie sich deine Emotionen genau im Markt widerspiegeln.

Marktzyklus: Diese Gefühle findest du im Markt

Halten wir eines fest: Erfolgreiche Marktteilnehmer handeln nicht emotional, sondern strategisch und durchdacht. Die meisten dieser Handelsstrategien und Algorithmen haben deshalb eines zum Ziel: die emotionale (und subjektive) Komponente aus dem Trading entfernen. Doch warum ist das so?

Starke Emotionen führen oftmals zu reaktionären Verhaltensmustern, die komplett außer unserer eigenen Kontrolle liegen. Während sich Chart-Muster, Preisverhalten und Indikatoren theoretisch erlernen lassen, liegt die Hauptaufgabe des Traders darin, diese reaktionären Verhaltensmuster zu kontrollieren. 

Genau deshalb ist es so schwer, nicht mit in den Markt einzusteigen, wenn Coins hohe Gewinne einfahren. Und genau deshalb ist es so schwer, nicht zu verkaufen, wenn der Markt am Einbrechen ist.

Quelle: Shutterstock

So gesehen zeigt das Preisverhalten also ein Spektrum an Emotionen auf. Da dieses immer wieder vorkommt (ein Kreislauf bildet sich), nennt sich dieses Spektrum und das dazugehörige Preisverhalten auch Marktzyklus. Der Höhepunkt eines Zyklus ist durch Emotionen wie Gier und Euphorie geprägt. Das ist typisch für einen Bullenmarkt.

Im Gegensatz dazu ist ein Bärenmarkt durch Angst, Panik, Wut und Kapitulation geprägt. Mainstream-News und Menschen in den sozialen Medien predigen das Ende. Das ist eine Marktumgebung, in der die meisten Investoren ihre Anlagen verkauft haben und der Preis dadurch wieder in der Lage ist, zu steigen. Ein Tiefpunkt bildet sich.

Und dann wiederholt sich der Kreislauf von vorn. Dieses Marktverhalten ist in jedem Markt der Welt vorzufinden, egal ob es sich um Aktien, NFTs, Rohstoffe oder Altcoins handelt. Und als angehender Trader oder Teilnehmer im Krypto-Markt ist es daher umso wichtiger, sich mit diesen Tatsachen vertraut zu machen. Je effizienter die Märkte werden, desto flacher (und weniger spektakulär) fallen die Zyklen aus.

Im Anbetracht des Marktzyklus lässt sich erkennen, dass die größten Gewinne zu erzielen sind, wenn man nicht nach seinen eigenen Emotionen handelt. Das ist die wohl größte Herausforderung für die meisten Marktteilnehmer, da die Quelle der Emotionen, die reaktionäre Verhaltensmuster auslöst, oft im Unbewussten liegt.

Praktische Übungen, um deine Emotionen zu kontrollieren

Erfolg beim Investieren korreliert nicht mit dem IQ … was du brauchst, ist das richtige Temperament, um die Triebe zu kontrollieren, die andere Leute beim Investieren in Schwierigkeiten bringen.

Warren Buffett, US-amerikanischer Großinvestor und CEO von Berkshire Hathaway

Umso schwieriger ist es, seine Emotionen in Anbetracht des Herdentriebes zu kontrollieren. Während es in anderen Wirtschaftsbereichen sehr hilfreich sein kann, sich auf seine Mitstreiter zu verlassen, ist das im Trading fatal. Die große Masse folgt den oben beschriebenen Mustern und handelt reaktionär.

Deshalb sollte es höchste Priorität sein, neben den Fakten und Theorien des Tradings, sich selbst und seine eigenen Emotionen in Verbindung mit dem Marktgeschehen zu analysieren und zu kontrollieren. Aus diesem Grund empfehlen viele erfahrene Trader, Übungen auszuführen, die genau dort ansetzen.

Diese Übungen sind zum Großteil praktische Übungen. Dazu gehört alles, was Disziplin und ein strategisches Denken fördert. Auch jegliche Form von Entspannung kann Wunder bewirken. Erfolgreiche Trader empfehlen Übungen wie:

  • Meditation, Atemübungen und Visualisierungen
  • Entspannungsübungen
  • Führen von einem Trading-Tagebuch
  • Erstellen eines durchdachten Trading-Plans
  • Jegliche Form von Sport

Denn Trading ist extrem risikoreich und vor allem der Krypto-Markt kann Profis und Anfänger an die Grenzen bringen. Deshalb gibt es zahlreiche Lernplattformen, die Materialien zum Thema Trading bereitstellen. Wenn du dich dafür interessierst, kannst du dich zum Beispiel in der Binance Academy umsehen. Dort findest du die Antworten auf die wichtigsten Fragen, die du als Anfänger über Krypto-Trading wissen solltest.

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