Marktupdate El Salvador will Bitcoin als Landeswährung legalisieren
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Das Bitcoin-Symbol vor der Flagge von El Salvador

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin setzt seinen Seitwärtstrend fort. Währenddessen will El Salvador BTC neben dem US-Dollar zur Landeswährung machen.

Das Auf und Ab des Bitcoins setzt sich auch zu Wochenbeginn fort. Die Kryptoleitwährung tändelt heute abermals im Bereich der 36.000 US-Dollar. Zu Redaktionsschluss notiert der Kurs des digitalen Wertspeichers mit 36.206 US-Dollar insgesamt 1,12 Prozent im Plus.


Der derzeitige Seitwärtstrend hält einige Persönlichkeiten des Krypto-Space jedoch nicht davon ab, auch weiterhin bullishe Kursziele für Bitcoin zu formulieren. So glaubt beispielsweise der Trading-Veteran Peter Brandt weiterhin an einen langfristigen BTC-Kurs von 100.000 US-Dollar. Deutlich optimistischer sind die Winklevoss-Zwillinge, die auf der Bitcoin Miami Konferenz 2021 ihre Kursprognosen von 500.000 US-Dollar pro Bitcoin erneuerten.

Viel bedeutender für den Krypto-Space dürften hingegen Neuigkeiten aus El Salvador sein. Das mittelamerikanische Land macht normalerweise eher selten internationale Schlagzeilen. Doch diesmal ist das anders. Auf der Bitcoin Konferenz in Miami äußerte Präsident Nayib Bukele Bestrebungen, wonach er plane BTC in El Salvador zum legalen Zahlungsmittel abseits des US-Dollar zu machen. Auf Twitter lieferte er im Anschluss mehrere Auswirkungen, die diese Einführung mit sich bringe.

“BIP von El Salvador könnte um 25 Prozent steigen”

Zuallererst hätte die Legalisierung einen Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt des Landes. Derzeit liegt dies bei ungefähr 27 Milliarden US-Dollar. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin beläuft sich momentan auf etwa 680 Milliarden US-Dollar. Würden davon nur 1 Prozent in El Salvador investiert, könnte dies das BIP auf einen Schlag um 25 Prozent erhöhen, meint Präsident Bukele.

Zudem spüle die Einführung auch neue Nutzer auf die Bitcoin Blockchain. Aktuell verfügten etwa 70 Prozent der Einwohner in El Salvador über keinerlei Konten. Dementsprechend hoch sei der Anteil an Schwarzarbeit in dem Land an der Pazifikküste. Präsident Bukele sagt dazu:


Finanzielle Inklusion ist nicht nur ein moralisches Gebot, sondern auch ein Weg, um die Wirtschaft des Landes wachsen zu lassen, indem sie Zugang zu Krediten, Ersparnissen, Investitionen und sicheren Transaktionen bietet.

Präsident Nayib Bukele auf Twitter

Weiter wolle er damit einen Raum für Innovation schaffen, um die Zukunft des Finanzwesens zu verändern und so potenziell Milliarden Menschen zu helfen.

Nayib Bukele ist umstritten

Mit der Freischaltung von Bitcoin als Zahlungsmittel wäre El Salvador zweifelsohne ein Platz in den Geschichtsbüchern gewiss. Und auch die Reaktionen auf Twitter über die Ankündigung sind überwiegend positiv. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich jedoch noch andere Motive des salvadorianischen Präsidenten. Denn abseits von Bitcoin ist der US-Dollar derzeit die Landeswährung. El Salvador sieht sich aktuell mit drohenden Sanktionen aus den USA konfrontiert.

Darüber hinaus gilt der Führungsstil von Präsident Bukele als autoritär. Das äußerte sich beispielsweise darin, als er politische Gegner aus Justizämtern beförderte. Zudem beschloss seine Partei erst vor wenigen Tagen ein Gesetz, das die Kontrolle des Präsidenten über die Zentralbank ausweitete und dem Privatsektor die Macht nahm, sich für die Wahl der Vorstandsmitglieder einzusetzen. Im Februar 2020 sorgte ein Vorfall in El Salvador und international für entsetzen, als Bukele die Nationalgarde im Parlament auflaufen ließ, um Oppositionelle bei einer Gesetzesabstimmung unter Druck zu setzen.

Dennoch scheinen die Bestrebungen, Bitcoin als Zahlungsmittel einzuführen, ernsthafter Natur zu sein. Auch, wenn es weltwirtschaftlich gesehen nur ein kleiner Schritt wäre, hätte er dennoch eine enorme Signalwirkung und könnte die weltweite Bitcoin-Adoption ins Rollen bringen.


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