Der Kurssturz –FUD in Asien & USA, Panikverkäufe und Konsolidierung
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: A city worker Analysing illustrated stock market financial data on a screen. va shutterstockj

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Der Kurssturz am Kryptomarkt setzt sich fort. In den letzten Tagen ist die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen auf knapp 316 Milliarden Euro gefallen. Der Bitcoin liegt derzeit bei unter 7.000 Euro, Ethereum bei knapp 700 Euro und Ripple bei 60 Cent.

Was gerade am Kryptomarkt passiert, mag mitunter Kopfzerbrechen bereiten, ist aber kein Grund, in Panik auszubrechen. Dennoch gibt es derzeit einige Ereignisse, die bei manchen offenbar genau dazu führ(t)en.


So bekam die japanische Börse Coincheck, die letzte Woche von einem Hackerangriff betroffen war, heute Besuch von der Finanzaufsichtsbehörde. Sie durchsuchten die Räumlichkeiten der Börse, um unter anderem sicherzustellen, dass diese genug finanzielle Mittel haben, um ihre Nutzer zu entschädigen.

Hinzu kommen derzeit die Meldungen aus Indien und Südkorea, die insgesamt einen negativen Unterton haben. Das alles spricht für ein sinkendes Vertrauen gegenüber den Börsen, was mitunter zu Panikverkäufen geführt hat.

Für Unsicherheit im Markt sorgt auch die US-Kryptobörse Bitfinex mit der Kryptowährung Tether. USDT (Tether) ist eine Kryptowährung, die angeblich an den US-Dollar gebunden ist. Um die 700.000.000 US-Dollar müsste das Unternehmen auf der Bank liegen haben, um die Kryptowährung zu decken. Es ist allerdings unklar, ob tatsächlich alle Tether-Token gedeckt sind, da die Firma die Arbeit mit dem Auditor im Januar eingestellt hat. Neuesten Berichten zufolge haben US-amerikanische Behörden Ermittlungen wegen Marktmanipulation gegen Bitfinex eingeführt.


Kurssturz oder Konsolidierung?

Sicherlich kann man sich dieser Panik anschließen und versuchen, sein Fiatgeld in „Sicherheit“ zu bringen. Allzu überstürzte Reaktionen sind bei einem Kurssturz jedoch immer die falschen Ratgeber. Die Konsolidierung des Kurses ist letztlich eine Fortsetzung des Abwärtskanals der letzten Woche und auf lange Sicht keine Ungewöhnlichkeit. Nach dem hohen Ausbruch gegen Jahresende befinden wir uns auf dem gleichen Level wie Ende November.

Noch ein letzter Gedanke: Die aktuellen Ereignisse in Asien und den USA zeigen lediglich ein Misstrauen in die Börsen, nicht in die Kryptowährungen an sich. Wie wir im aktuellen Kryptokompass ausführlicher erklären, spricht das lediglich dafür, dass eine gemäßigte Regulierung nötig ist, um genau solche Panikverkäufe zu verhindern. Dann wird sich auch der Markt beruhigen. Bis dahin: Ruhe bewahren. (Und/Oder Nachkaufen).

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