DeFi-Monitor DeFi-Markt steigt nach Absturz – zwischen Hacker-Angriffen und neuem DeFi-Fonds
Valerio Fichera

von Valerio Fichera

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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In der vergangenen Woche hat der DeFi-Markt stark gelitten. Nicht zuletzt durch einen Hacker-Angriff. Doch der erste emittierte DeFi-Fonds lässt aufatmen.

Die zuletzt wieder gestiegenen Kurse im DeFi-Sektor geben Hoffnung. Dennoch ging es nach langem Aufwind in den vergangenen Wochen im DeFi-Sektor bergab. So ist der Wert der hinterlegten Assets in der Decentralized Finance in den vergangenen Tagen um mehr als 8 Milliarden US-Dollar geschrumpft.

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Quelle: DEFI PULSE

Am 22. Februar lag der Höchststand des DeFi-Sektors bei 43,15 Milliarden US-Dollar. Dann ging es parallel zur Bitcoin-Korrektur auf Talfahrt. Zuletzt erreichte der DeFi-Markt einen Tiefstand mit einem Wert von 34,93 Milliarden US-Dollar.

Viele der großen DeFi-Projekte verloren in der vergangenen Woche in zweistelligen Prozentzahlen an Wert. So auch Chainlink mit einem Verlust von über 24,17 Prozent, oder AAVE mit 23,9 Prozent. Die jüngsten Kursentwicklungen geben aber Luft zum Aufatmen. Ein besonders nennenswerter Gewinner war Uniswap mit einem Plus von 14,16 Prozent. Derweil tauchte Fantom (FTM) aus dem Nichts auf und legte in der vergangenen Woche eine Performance hin, die dem Coin ein Plus von fast 180 Prozent einbrachte.

Die Marktkapitalisierung des gesamten DeFi-Sektors ist in der vergangenen Woche jedoch um mehr als 18.2 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Neben der allgemeinen Krypto-Marktkorrektur könnte im DeFi-Sektor auch ein Hacker-Angriff am Negativtrend beteiligt sein.

Quelle: Coingecko

Hacker ergaunern 14 Millionen US-Dollar

Hacker-Angriffe auf DeFi-Protokolle sind ein zunehmendes Problem geworden. Der neueste dieser Angriffe fand erst am 27. Februar statt – über 14 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen wurden gestohlen.

Denn Furucombo, ein Ethereum-basiertes Transaktions-“Batching”-Protokoll, hat einen Hacker-Angriff erlitten. Benutzer wurden gebeten, alle Genehmigungen einzustellen.

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“Wir haben die relevanten Komponenten de-autorisiert und glauben, dass die Schwachstelle gepatcht ist. Aber wir empfehlen den Nutzern, die Freigaben aus reiner Vorsicht zu entfernen”, so Furucombo in einem Tweet.

“Ein Angreifer, der einen gefälschten Contract verwendete, ließ die Plattform glauben, dass Aave v2 eine neue Implementierung hat”, so DeFi-Experte Igor Igamberdiev in einem Tweet. Das habe dazu geführt, dass alle Interaktionen mit Aave v2 “genehmigt” und an eine vom Hacker kontrollierte Adresse gesendet wurden. Hsuan-Ting, der CEO von Furucombo, übernimmt die Verantwortung für den Angriff. Nutzer sollen sich “keine Sorgen über Verluste machen”, sagt er.

Trotz der vielen Negativschlagzeilen gab es eine Meldung, die positive Impulse setzen konnte, denn der weltweit erste DeFi-Index-Fonds gibt Hoffnung.

Stabilität durch den DeFi-Index-Fonds

Am 17. Februar gab Bitwise Asset Management bekannt, den weltweit ersten DeFi-Index-Fonds gestartet zu haben, wie auch BTC-ECHO berichtete. Dieser neue Bitwise-Fonds hält ein Portfolio von Krypto-Assets, die Dienste in der Decentralized Finance anbieten – allen voran Uniswap. Die Auswahl der Assets unterliegt dabei strengen Regularien. Die Verteilungen werden so auf wichtige Risiken überprüft, gewichtet nach Marktkapitalisierung, und monatlich neu ausbalanciert. Darüber hinaus ist der Fonds abgesichert durch die Anchorange Digital Bank (ADB), das erste regulierte Online-Finanzinstitut der USA. Mittlerweile besichert Anchorage 5 Milliarden US-Dollar an Krypto-Anlagen.

Bitwise handelt diesen Fonds nicht öffentlich. Der DeFi-Fonds steht nur akkreditierten Anlegern als Privatplatzierung zur Verfügung. Trotzdem können sich auch viele Kleinanleger über den DeFi-Fonds freuen. Denn Index-Fonds sind für institutionelle Anleger oft die erste Pforte zu einem neuen Markt, können Signale für Marktwachstum darstellen.

Nach langer Achterbahnfahrt in der vergangenen Woche, kann man davon ausgehen, dass sich der DeFi-Markt wieder erholen wird. Die jüngsten Kursentwicklungen lassen auf einen Aufwärtstrend schließen.

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