Sektor unterbewertet? DeFi Boom: Warum Sushi, Aave und Co. besser als Bitcoin performen
Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Decentralized Finance (DeFi) wächst schnell. Am Wochende konnten sich gleich zwei Kryptowährungen in die Top 20 auf CoinGecko kämpfen. Wieso steigen Aave (AAVE), SushiSwap (SUSHI) und Co. derzeit stärker als Bitcoin an?

Die DeFi-Community hatte am Wochenende mehrere Gründe zum Feiern. Aave und Synthetix (SNX) wurden in die Top 20 auf CoinGecko aufgenommen und mehrere große DeFi-Token erlebten Kursexplosionen. Darüber hinaus stieg der Kurs von AAVE und SUSHI seit Dezember um mehr als das Dreifache.


DeFi Aave Kurs

Viele Investoren führen den Aufschwung darauf zurück, dass der DeFi-Markt derzeit neu bewertet wird. Doch warum boomt der Sektor überhaupt und was macht Decentralized Finance derzeit so attraktiv für Investoren?

Der DeFi-Sektor wächst rasant und ist momentan vor allem auf Ethereum angesiedelt. Nutzer können in dieser aufstrebenden Industrie auf verschiedene Finanzdienstleistungen, wie beispielsweise die Vergabe von Krediten oder die Erwirtschaftung von Zinserträgen auf Kryptovermögen, zuzugreifen. Schon seit längerem sind sich viele Experten in der Krypto-Szene sicher, dass der DeFi-Sektor unterbewertet ist. Seit diesem Wochenende ist Aave, eines der größten DeFi-Protokolle, sogar größer als die beiden Blockchain-Projekte Tezos (XTZ) und Tron (TRX).

Allein in den letzten 30 Tagen stieg der AAVE-Kurs um 115,9 Prozent. Mittlerweile befindet sich AAVE nach Marktkapitalisierung auf Platz 17 (CoinGecko).

DeFi-Projekte durchlaufen derzeit eine Neubewertung

Der Hype um Decentralized Finance nimmt kein Ende – woran liegt das? DeFi-Protokolle sind einzigartig, da sie Cash-Flow generieren. Das bedeutet, dass Plattformen wie Aave, Synthetix, UniSwap oder Maker kleine Gebühren für ihren Service verlangen. Die dadurch generierten Einnahmen fließen entweder in Richtung der Entwickler hinter einem DeFi-Protokoll oder werden direkt an Token-Inhaber weitergeleitet. Analyseseiten wie TokenTerminal bietet derzeit schon Bewertungsmaßstäbe für DeFi-Protokolle. Hierfür verwenden sie traditionelle Bewertungsmaßstäbe aus der Finanzwelt, um einzelne Token in Decentralized Finance zu bewerten. Betrachtet werden dabei beispielsweise die durch ein Protokoll generierten Einnahmen, deren Verhältnis zur Marktkapitalisierung oder auch das Wachstum innerhalb der letzten Monate.


Aufgrund dessen, dass die Nutzeranzahl und auch der Umsatz in den letzten Monaten enorm gestiegen ist, erlebt der DeFi-Space derzeit eine Neubewertung, so Santiago R Santos Partner des ParaFi Investment Fund:

Santos glaubt, dass es nur wenige Vermögensklassen gibt, die im Moment so schnell wachsen und daher erleben viele Protokolle aktuell eine fundamentale Neubewertung.

Was passiert als nächstes?

Derzeit sind Projekte wie Aave und SUSHI mit 2,3 Milliarden beziehungsweise 960 Millionen US-Dollar bewertet. Viele Analysten sind jedoch der Meinung, dass beide Protokolle immer noch unterbewertet sind, wenn man die Nutzeraktivität und das generelle Wachstum beider Plattformen betrachtet.

Beispielsweise stellte die dezentrale Börse SushiSwap in den letzten Wochen immer wieder neue Rekorde auf.

SushiSwap ist laut dem Messari Analysten Ryan Watkins auf dem besten Weg sein Handelsvolumen im Vergleich zum Vormonat zu vervierfachen. Damit würden sich allein die im Januar generierten Einnahmen für SUSHI-Token-Inhaber auf 6,4 Millionen US-Dollar belaufen. Wenn der DeFi-Markt weiterhin im aktuellen Tempo wächst und danach sieht es derzeit aus, dann könnte der Sektor trotz des rapiden Kurswachstums der letzten Wochen immer noch unterbewertet sein. Vor allem eine Nachricht stimmt DeFi-Enthusiasten enorm bullish. Der PayPal-Partner Paxos kündigte nämlich vergangen Woche an, dass das Unternehmen plane in den DeFi-Sektor zu expandieren und hat eine Partnerschaft mit Link (LINK) abgeschlossen. In Zukunft wäre es daher denkbar, dass auch PayPal DeFi-Service in seine App integriert.


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