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Sein oder NichtseinCraig Wright Prozess: 189 Milliarden USD stehen auf dem Spiel

Ist Craig Wright wirklich der Bitcoin-Erfinder oder hatte er seinerzeit einen Kompagnon? Dazu findet in Florida ein Mammut-Prozess statt. Es stehen schlappe 189 Milliarden US-Dollar auf dem Spiel.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Florida Supreme Court

Quelle: Shutterstock

Um die wahre Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto ranken sich zahllose Mythen. Laut Craig Wright ist er selbst derjenige, welcher im Jahre 2008 das Bitcoin Whitepaper verfasste. Doch hat Wright noch andere Probleme außer dem, dass ihm diese Behauptung vielfach nicht abgenommen wird. Denn gegen ihn ist ein Verfahren anhängig, in dem es um Betrug, Diebstahl, Verletzung der Treuepflicht und mehrere andere Anklagepunkte geht. Auf dem Spiel steht dabei die Hälfte des von Wright in den Anfangstagen der Kryptowährung geschürften Bitcoin-Bestandes von 1,1 Millionen BTC.

Der Kläger in diesem Fall ist Ira Kleiman. Er behauptet, dass die Bitcoins, die Wright beansprucht, rechtmäßig dem Nachlass von Kleimans verstorbenem Bruder David gehören. Dieser starb im April 2013 im Alter von 46 Jahren. Er war zudem ein Freund und angeblich auch ein Geschäftspartner von Wright. Die Frage ist unter anderem, ob aufgrund dieser Geschäftsbeziehung eine Mitautorschaft von David Kleiman am Open Source Code von Bitcoin nachgewiesen werden kann

Waren Kleiman und Wright ebenbürtige Geschäftspartner?

Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Klage (Februar 2018) war die fragliche Bitcoin-Menge etwas mehr als 10 Milliarden US-Dollar wert. Heute steht etwas mehr auf dem Spiel – nämlich etwa 60 Milliarden Dollar. Im Falle eines Schuldspruchs könnten die Gesamtforderungen umgerechnet sogar 189 Milliarden US-Dollar betragen, inklusive Schadenersatz-. und Anwaltskosten. 

Ira Kleiman hat ausgesagt, dass Craig Wright und sein Bruder 2011 in Florida ein Unternehmen gegründet hätten. Daher werden nun die Geschworenen am United States District Court for the Southern District of Florida über diesen höchst komplizierten Fall entscheiden. Wright bestreitet indes alle Vorwürfe. Er behauptet, Kleiman habe ihm lediglich dabei geholfen, die Kontrolle über seine Bitcoins vorübergehend zu übertragen. Selbst wenn Wright laut Urteilsspruch die fraglichen 550.000 BTC zurückzahlen sollte, bestehen ernsthafte Zweifel daran, dass er dazu überhaupt in der Lage ist. Denn die ominöse Satoshi-Wallet wurde seit über einem Jahrzehnt nicht angerührt. Daraus folgern viele, dass Wright nicht Satoshi ist – oder er aber den Schlüssel verloren hat.

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