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Mehr als Hype? Chainalysis: “Retail-Investoren treiben den NFT-Markt”

Ein neuer Bericht von Chainalysis zeigt, wo wir im NFT-Space aktuell stehen und wohin die Reise gehen könnte.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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NFTs auf dem Smartphone

Beitragsbild: Shutterstock

Aus einem neuen Report von Chainalysis geht hervor, dass der NFT-Markt boomt. Dem Bericht zufolge haben User schon allein seit Beginn des Jahres 2021 Kryptowährungen im Wert von mindestens 26,9 Milliarden US-Dollar über ERC-721 und ERC-1155 Verträge versandt. Dies sind die zwei Arten von Smart Contracts im Ethereum-Netzwerk, die mit NFT-Marktplätzen und Kollektionen im Zusammenhang stehen.

Wer investiert in NFTs?

Chainalysis zufolge wird der NFT-Space vor allem von Retail-Investor:innen getrieben. Demnach liegen die meisten NFT-Transaktionen aktuell unter dem Wert von 10.000 US-Dollar.

“Für Krypto-Neulinge können NFTs eine greifbarere Form von Eigentum darstellen”, erklärte Ethan McMahon, Economist bei Chainalysis, gegenüber BTC-ECHO.

McMahon meinte zudem, dass viele Menschen in der Medien- und Unterhaltungsbranche ihre NFTs “lautstark zur Schau stellen” würden. Dadurch würden Einsteiger “eher auf NFTs gelenkt, die ihren eigenen Interessen entsprechen”. Außerdem seien die größten NFT-Marktplätze benutzerfreundlich und würden die Möglichkeit bieten, NFTs zu betrachten und zu handeln.

“Kombiniert man dies mit der Verlockung, einen NFT mit beträchtlichen Gewinnen zu verkaufen, würde es viel Sinn machen, NFTs als eine zugängliche und attraktive Möglichkeit zu sehen, in Kryptowährungen einzusteigen”, so McMahon gegenüber BTC-ECHO.

Der Report zeigt jedoch auch, dass die Anzahl an höheren Transaktionen zunimmt. Demnach stieg der Anteil der Transaktionen zwischen 10.000 US-Dollar und 100.000 US-Dollar von 6 Prozent im März auf 19 Prozent im Oktober 2021.

Cryptopunks und Co.

Laut Chainalysis seien die Cryptopunks nach wie vor die beliebteste NFT-Reihe im Untersuchungszeitraum und das, obwohl die Kollektion bereits seit 2017 auf dem Markt ist. So konnte die Kollektion zwischen März und Oktober 2021 ein Transaktionsvolumen von über 3 Milliarden US-Dollar verzeichnen.

Dabei gibt es dem Report zufolge auch einige One-Hit-Wonders im NFT-Space. Beispielsweise konnte die Kollektion Hashmasks in der Woche vom 4. Juli 2021 ein Transaktionsvolumen von über 380 Millionen US-Dollar erreichen. Danach flachte der Hype ab. Demnach verzeichnete die NFT-Reihe ein Durchschnittsvolumen im Wert von lediglich 21 Millionen US-Dollar pro Woche im Untersuchungszeitraum.

NFT-Strategien

Laut dem Bericht würde beispielsweise das Flipping, also der Weiterverkauf von NFTs, zu höheren Profiten führen. In dem Report erklärt Chainalysis, dass Daten des Marktplatzes OpenSea zufolge nur 28,5 Prozent der NFTs, die während des Mintings gekauft wurden und daraufhin auf dem Marktplatz wieder verkauft wurden, einen Profit erzielen würden. Bei dem Verkauf auf einem Sekundärmarkt jedoch liege dieser Prozentsatz bei 65,1 Prozent.

Zudem sei “Whitelisting” eine Möglichkeit, bestimmte NFTs für einen geringeren Preis zu erwerben. Demnach würden einige NFT-Entwickler ihre Projekte schon früh umwerben und Follower auf eine solche Whitelist setzen, um einen frühen Zugang zu den Collectibles mit niedrigeren Preisen zu ermöglichen.

Dem Bericht zufolge würde jedoch aktuell eine geringe Anzahl an raffinierten Investor:innen den Großteil der Profite im NFT-Bereich beziehen. Beispielsweise wäre es möglich, durch den Einsatz von Bots während des Minting-Prozesses Investor:innen mit weniger ausgeklügelten Investitionsstrategien aus dem Rennen zu drängen.

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