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Krypto-Adaption Chainalysis: Kryptowährungen als Wirtschaftsmotor in Afrika

Trotz eines im weltweiten Vergleich relativ geringen Volumens gewinnt der Krypto-Markt in Afrika zunehmend an Bedeutung.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Motor wird mit Motoröl befüllt

Quelle: Shutterstock

Während die Krypto-Branche insbesondere in Asien weiter boomt, gibt es Kontinente, die etwas hinterherhinken. In einer aktuellen Studie hat das Analyseunternehmen Chainalysis die Lupe auf den globalen Status Quo gerichtet, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den afrikanischen Krypto-Markt.

Es wäre sicher noch verfrüht, von einem „Bitcoin-Boom“ in Afrika zu sprechen. Der Kontinent hat von allen Regionen, die Chainalysis in seinem Bericht inspiziert, die kleinste Krypto-Währungswirtschaft. Im letzten Jahr wurden nur 8,0 Milliarden US-Dollar empfangen und 8,1 Milliarden US-Dollar on-chain verschickt. Dieser Umfang mag auf den ersten Blick zwar gering scheinen. Die Studie weist jedoch darauf hin, wie bedeutend der immaterialle Wert der Krypto-Infrastruktur für viele Nutzer in der Region ist. In vielen Ländern Afrikas sei die wirtschaftliche Lage für weite Teile der Bevölkerung immer noch äußerst prekär. Viele Afrikaner sehen daher am Krypto-Markt eine Möglichkeit, gebührengünstige Überweisungen vorzunehmen. Außerdem dienen Krypto-Assets als alternative und weitestgehend inflationssichere Möglichkeit zur Geldanlage und Absicherung gegen Entwertungen von Landeswährungen. 

Krypto auch für Geschäftsleute in Afrika bedeutend

Da erscheint es fast nur als logische Konsequenz, dass Überweisungen von kleinere Beträgen (also unter 10.000 US-Dollar) einen größeren Anteil an Afrikas Kryptowährungsaktivitäten ausmachen als in jeder anderen Region. Die Chainalysis-Studie arbeitet ebenfalls heraus, dass ähnlich wie in Lateinamerika und Schwellenländern Überweisungen aus Übersee für viele Teile Afrikas einen ganz entscheidenden Teil der Wirtschaft darstellen. Es gibt rund 25 Millionen im Ausland lebende Expats der afrikanischen Länder südlich der Sahara. Sie überwiesen im Jahr 2019 48 Milliarden Dollar in Fiatgeld an die Region zurück. 

Afrikanische Benutzer verwenden Kryptowährungen aber nicht nur für Übersee-Transfers zwischen Einzelpersonen. Die Gespräche, die Chainalyis im Rahmen seiner Studie geführt hat, deuten darauf hin, dass ein erheblicher Anteil der Transaktionen zwischen Afrika und anderen Regionen – insbesondere Ostasien – geschäftlichen Zwecken dient.

Paxful-CEO Ray Youssef wusste von einem solchen Fall zu berichten. Ein Nutzer betrieb ein Unternehmen, das Videospiele aus China importierte, um sie in Nigeria zu verkaufen:

Seine Bank ließ ihn kein Geld nach China überweisen, so dass er sonst US-Dollar auf dem Schwarzmarkt beschaffen und irgendwie nach China bringen müsste, normalerweise über Hongkong. Aber durch den Tausch in Kryptowährungen war es ihm möglich, CNY in jeder größeren chinesischen digitalen Wallet zu erhalten und es direkt an seine Gegenpartei in China zu schicken”. 

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