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Goguen-Ära Cardano (ADA) mutiert nach Hard Fork “Mary” zum Multi-Asset-Netzwerk

Durch die Hard Fork Mary können Nutzer künftig Token auf Cardano erstellen. Der Umbruch markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einem Multi-Asset-Ökosystem.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Cardano-Münze

Beitragsbild: Shutterstock

Das Cardano-Netzwerk hat mit der nächsten Hard Fork einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu einem Multi-Asset-Netzwerk zurückgelegt. Als Teil des Goguen-Rollouts ermöglicht Mary erstmals die Erstellung von Token und Smart-Contract-Anwendungen auf der Blockchain. Somit reift Cardano immer mehr zum Ethereum-Konkurrenten heran.

Cardano nimmt nächste Hürde

In den gestrigen Abendstunden ist Mary über den Hard Fork Combinator in Cardano implementiert worden. Als Teil des Goguen-Rollouts läutet Mary eine neue Cardano-Ära ein. Während die im vergangenen Juli durchgeführte Hard Fork Shelley durch die Einführung von Staking-Rewards einen wichtigen Türöffner für die Dezentralisierung des Netzwerks darstellte, transformiert Mary Cardano allmählich zu einem Multi-Asset-Netzwerk.

Nutzer können künftig native Token sowie Smart-Contract-Anwendungen auf Cardano aufsetzen. Dadurch schaffen die Entwickler das Grundgerüst für eine breite DeFi-Architektur, die der Vormachtstellung des Ethereum-Netzwerks und auch den Emporkömmling Binance Smart Chain (BSC) insbesondere durch geringe Gebühren den Kampf ansagt. Doch auch wenn Mary einen wichtigen Meilenstein darstellt, befindet sich Cardano noch am Anfang auf dem Weg zu einer Multi-Asset-Umgebung.

Dem Cardano-Forum zufolge sind die nächsten Baustellen “die Erstellung eines Cardano-Token-Registers und die Veröffentlichung neuer Versionen von Daedalus Flight 370”. Dahingehend werde Daedalus in Zukunft “einen Token-Generator mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche für die einfache Erstellung und Bereitstellung von nativen Token enthalten”. Mit Mary ist Cardano in die dritte von insgesamt fünf Entwicklungsphasen übergegangen.

Ein Einschnitt ohne Einschnitt

Eine Hard Fork ist ein grundlegender Eingriff an der Blockchain-Historie und führte bei Bitcoin und Ethereum zu den Sprösslingen Bitcoin Cash und Ethereum Classic. Anders bei Cardano. Die Hard Forks sind Teil der Netzwerk-Entwicklung und fügen sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur ein. “Anstatt radikale Änderungen zu implementieren, sorgt Cardano für einen reibungslosen Übergang zu einem neuen Protokoll, während die Geschichte der vorherigen Blöcke gespeichert wird”, heißt es in dem Forum weiter.

Nach einer Übergangszeit werden den Shelley-Blöcken der Blockchain die Mary-Blöcke angeheftet. Die Historie ändert sich somit nicht. Die Blockchain gewährleistet die vollständige Komptabilität der Byron- , Shelley- und Goguen-Blöcke. Für ADA-Anleger ändert sich durch die Hard Fork ebenfalls nichts, sie müssen ihre Token nicht migrieren.

Eine aufkeimende dezentrale Krypto-Wirtschaft

Das Blockchain-Unternehmen EMURGO, Mitbegründer des Cardano-Protokolls, spricht von einem “bedeutenden Update”, dass Entwicklern und Unternehmen “eine Welt von Möglichkeiten” eröffne. Die Umwandlung zu einer Multi-Asset-Umgebung entfalte “eine breite Palette von Dienstleistungen und Lösungen wie dezentralisierte Finanzen (DeFi), nicht-fungible Token (NFT) und Stablecoins”. Dadurch ebne sich der Weg für eine “aufkeimende dezentrale Krypto-Wirtschaft”.

Am ADA-Kurs ist Mary zwar unmittelbar verpufft. Auf Tagessicht knickt Cardano um 3,7 Prozent ein. Mit einem Plus von 241 Prozent im 30-Tagevergleich haben sich die Erwartungen jedoch bereits im Vorfeld eingepreist. Erst am 27. Februar erreichte ADA mit 1,48 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Mit Blick auf die kommenden Upgrades dürfte ADA seinen Platz in der Top Five der größten Krypto-Assets auch in den kommenden Monaten vehement behaupten. Mit nur einer Milliarde US-Dollar weniger Marktkapitalisierung hat der Binance Coin (BNB) die Verfolgung auf Platz drei jedoch bereits aufgenommen.

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