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Neuer Anlauf Bitwise reicht Krypto-ETF-Antrag ein: Wird die SEC weich?

Bisher stießen jegliche Versuche, einen Krypto-ETF aufzulegen, bei der US-Börsenaufsicht SEC auf Granit. Nun bleibt abzuwarten, ob das jüngste Kurshoch die Regulatoren zum Umdenken bewegt.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Gebäude der SEC

Beitragsbild: Shutterstock

Pünktlich zum aktuellen Bitcoin-Höhenflug gibt es einen neuen Antrag auf einen Krypto-basieren ETF. Bitwise, einer der weltweit größten Kryptowährungsfondsmanager, hat einen neuen Versuch bei der US-Börsenaufsicht SEC gestartet. Dabei geht es um die Auflegung eines börsengehandelten Fonds für sogenannte “Krypto-Innovatoren”. 

Bitwise reichte am 5. Februar das Formular N-1A bei der Wertpapieraufsichtsbehörde ein, welches auf der Internetseite der SEC nachzulesen ist. In dem Antrag ist die Absicht dargelegt, den Bitwise Crypto Innovators ETF anzubieten. Als „Krypto-Innovatoren“ definiert der Antrag digitale Handelsplattformen, Depotbanken und Wallets sowie Finanzdienstleister, die Krypto-Assets oder die Blockchain-Technologie nutzen. Auch Finanzinstitute, die Kunden betreuen, die im Bereich der digitalen Assets tätig sind, und Blockchain-Infrastrukturdienstleister zählt Bitwise dazu.

Dieser Index wird demnach zu 70 Prozent aus Unternehmen bestehen, die mehr als 75 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Krypto-Sektor beziehen oder mehr als 75 Prozent ihres Nettovermögens in Kryptowährungen halten. Die verbleibenden 30 Prozent umfassen Large-Cap-Unternehmen, die eine “dedizierte Geschäftsinitiative” mit Fokus auf Kryptowährungen haben. Large-Cap-Unternehmen (manchmal auch Big-Cap genannt) weisen in der Regel eine Marktkapitalisierung zwischen 10 und 200 Milliarden US-Dollar auf. 

Bitwise-Komitee entscheidet über Zugehörigkeit

Über die Zugehörigkeit dieser Large-Cap-Unternehmen entscheidet ein eigens von Bitwise eingerichtetes Index-Komitee. Bedingung ist, dass das Krypto-Engagement aus mindestens einem der offiziellen Quartals- oder Jahresberichte des Unternehmens aus den vergangenen zwölf Monaten ersichtlich ist. Der ETF selbst wird wiederum nicht direkt oder über Derivate in Krypto-Anlagen investieren. Der Fonds wird auch jegliche Geschäfte mit Initial Coin Offerings vermeiden.

Bitwise hegt bereits seit geraumer Zeit Pläne, einen Krypto-ETF zu lancieren. Im Januar 2020 legte der Fondsmanager jedoch seinen langjährig geplanten Bitcoin-ETF-Antrag auf Eis. Der Grund: die Konkurrenz von VanEck hatte auch den Rückzug angetreten, kürzlich aber ebenfalls einen neuen Versuch gestartet. An der deutschen Xetra-Börse ist VanEck bereits mit einem Bitcoin-ETN präsent.

Beim Rückzug vor etwas über einem Jahr kündigte Bitwise bereits an, den Antrag gegebenenfalls zu einem geeigneteren Zeitpunkt neu einzureichen. Bisher hat die SEC jeden Antrag abgelehnt, wobei als Hauptargument die fehlende Regulatorik galt. Den einzigen von Finanzbehörden zugelassenen Bitcoin-ETF gibt es auf den Bahamas. Nun scheint die Hoffnung auf eine Zulassung aber gestiegen zu sein. Zuletzt sind immer mehr Institutionen auf den Bitcoin-Zug aufgesprungen. Allen voran Tesla, das Anfang der Woche verkündete, 1,5 Milliarden US-Dollar in BTC zu investieren.

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