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Bitmixer.io: Größter Bitcoin-Mixer ab sofort geschlossen

Bitcoin ist nicht vollkommen anonym, doch auch nicht ersichtlich für jeden – hinter Adressen werden die Nutzer durch Pseudonyme verdeckt, die lediglich einen gewissen Grad an Privatsphäre schaffen. Wer seine Privatsphäre erhöhen möchte, kann sogenannte Coin-Mixer (Tutorial hier) nutzen. Doch mit Bitmixer.io schließt nun ein langjähriger Bitcoin-Mixer seine Pforten.
Ankündigung auf bitcointalk.org

Danny de Boer
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Ankündigung auf bitcointalk.org

Am Sonntagabend kündigte Bitmixer.io auf der Seite bitcointalk.org an, seinen Dienst einzustellen. Seine Beweggründe erklärte er ebenfalls:

“Hi Leute!

Obwohl wir wirklich großen Profit machen, stellen wir unsere Aktivität ein. Lasst mich erklären wieso.

Ich bin ein Bitcoin-Enthusiast seit 2011. Als wir den Service erschaffen haben, war ich davon überzeugt, dass jeder Bitcoin-Nutzer ein natürliches Recht auf Privatsphäre hat. Ich lag völlig daneben. Ich habe jetzt verstanden, dass Bitcoin dazu gemacht wurde transparent und nicht-anonym zu sein. Die Blockchain ist ein großes, offenes Buch. Ich glaube Bitcoin hat eine große Zukunft ohne Schwarzmarkt-Transaktionen. Falls ihr Gras kaufen wollt, nehmt Dash oder Zerocoin. Nicht Bitcoin.

Ich hoffe unsere Entscheidung macht das Bitcoin-Ökosystem sauberer und transparenter. Ich hoffe unsere Wettbewerber hören unsere Nachricht und schließen ihre Dienste ebenso. Sehr bald wird diese Art von Dienstleistung in den meisten Ländern als illegal betrachtet werden.

Grüße,
Bitmixer.IO”

Aufgrund der polaren Gegensätze – absolute Anonymität damals, Transparenz heute – reagierten andere Nutzer verwirrt auf bitcointalk. Einige lasen in dem kurzen Schriftstück eine versteckte Warnung an andere Coin-Mixer. Besonders die Stelle “Sehr bald wird diese Art von Dienstleistung in den meisten Ländern als illegal betrachtet werden” stieß einigen bitter auf.

Andere Nutzer wiederum konnten den plötzlichen Sinneswandel nicht verstehen. Händler, die mit Euro oder US-Dollar handelten, würden ihre Aktivitäten auch nicht einstellen, nur weil mit dieser Währung auch illegale Geschäfte getätigt würden.

Die Reaktion auf diese Stimmen folgte mit einer weiteren kurzen Nachricht:

“Es war eine wirklich sehr harte Entscheidung. Es war besonders hart, da dieses Geschäft mir unheimlich große Profite einbrachte. Aber wir sahen uns niemals Regierungsdruck oder juristischen Konsequenzen gegenüber, das ist meine eigene Entscheidung. Ich glaube wirklich an ein sauberes und transparentes Bitcoin. Ich bin wirklich froh darüber, dass Bitcoin in mehreren Ländern als legales Zahlungsmedium akzeptiert wird. Ich hätte das in 2011 niemals für möglich gehalten.”

Ob es nun an einer plötzlichen Eingebung liegt, oder der Hingabe zu neuen Projekten – wir wissen es nicht und weitere Vermutungen erscheinen sinnlos. Zwar geht mit Bitmixer ein Urgestein des Bitcoin-Ökosystem, doch Coin-Mixer bleiben ein gefragter Service in der Kryptowelt.

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