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Bitcoin-Börse Bithumb wehrt sich gegen Steuerbehörde

Während Nordkorea eine Krypto-Konferenz plant, ist im südkoreanischen Nachbarstaat ein Streit um Bitcoin-Steuern entfacht. Mittendrin: die Krypto-Exchange Bithumb.

Phillip Horch
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Beitragsbild: Shutterstock

Es geht um 80,3 Milliarden südkoreanische Won, in etwa 69,1 Millionen US-Dollar. Diesen Betrag soll die südkoreanische Bitcoin-Börse Bithumb an Steuern abführen, so die Forderung der Steuerbehörde in Südkorea. Die Forderung war bereits am 27. Dezember vergangenen Jahres bei Vidente Co., dem größten Shareholder der Krypto-Börse, eingegangen.

Bitcoin-Steuer in Südkorea

Wie das Nachrichtenmagazin Korea Times am 16. Januar berichtet, hat die Bitcoin-Börse nun jedoch Widerspruch bei der Steuerbehörde eingelegt. Sie halte die Forderung der Behörde demnach für unbegründet. Bithumbs Begründung: Da Bitcoin & Co. nicht offiziell als Währungen anerkannt würden, gebe es für die Behörden auch keine Grundlage, Steuern darauf zu verlangen. In diesem Zusammenhang zitiert das Magazin Choi Hwoa-in eine Beraterin der Finanzaufsicht:

Bitcoin ist nach der aktuellen Gesetzgebung kein [akzeptiertes] Asset. Das ist ganz klar. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen hat das bereits klargestellt. Die Steuererhebung ist damit grund- und haltlos, vor allem da sie [die Steuerbehörde] nach wie vor auf die Meinung des Ministeriums zu dieser Frage wartet.

Die zunehmende Bitcoin-Trading-Aktivität in Südkorea, so das Magazin weiter, übe indes einen wachsenden Druck auf die Steuer- und Regulierungsbehörden des Landes aus. Schließlich handle es sich um Steuergelder, die den Behörden durch die Lappen gingen.

Nordkorea plant Krypto-Konferenz

Der totalitäre Nachbarstaat des Landes plant während dieser Bitcoin-Steuer-Streitigkeiten eine Krypto-Konferenz. Diese ist nicht unumstritten, so warnten jüngst die Vereinten Nationen nachdrücklich vor einer Teilnahme an der Konferenz. Letztlich stelle sie eine Verletzung der UN-Sanktionen dar, wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters heißt.

Nicht zuletzt steht das Land unter Verdacht, gestohlene Bitcoin und andere Kryptowährungen für die Finanzierung seines Nuklearprogramms genutzt zu haben. Bereits im August 2018 haben UN-Analysten dem Sicherheitsrat mitgeteilt, dass Nordkorea zwei Milliarden US-Dollar aus Cyberangriffen für diese Zwecke erbeutet haben soll.

Die erbeuteten Kryptowährungen stammten mutmaßlich aus Krypto-Raubzügen – unter anderem sollen sich nordkoreanische Hacker an den Krypto-Börsen des Nachbarlandes Südkorea bedient haben.

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