Der Schaden nach dem Hackerangriff auf Bitget ist höher als zunächst angenommen. Die Krypto-Börse beziffert den Verlust inzwischen auf 387,5 Millionen US-Dollar. Am Donnerstag war zunächst von rund 350 Millionen US-Dollar die Rede.
Bitget erklärt die höhere Schadenssumme mit weiteren betroffenen Assets auf Zcash und Tron, die bei einer ersten Auswertung noch fehlten. Weitere Kryptowährungen seien nicht abgeflossen. Hacker hatten sich am Donnerstag Zugang zu einem internen System von Bitget verschafft und darüber Kryptowährungen aus den Hot Wallets der Börse abgezogen.
Auszahlungen blieben zunächst ausgesetzt, Einzahlungen und der reguläre Handel waren nicht betroffen. Bitget arbeitet bei der Untersuchung mit Sicherheitsfirmen zusammen. Die Cold Wallets waren nach Angaben der Börse nicht betroffen.
Bitget setzt Kopfgeld aus
Bitget versucht derweil, einen Teil der gestohlenen Gelder zurückzuholen. Dazu hat die Börse ein Kopfgeldprogramm gestartet. Für Hinweise winkt eine Belohnung von fünf Prozent der sichergestellten Summe. Ein Teil der Assets konnte nach Angaben des Unternehmens bereits eingefroren werden.
Für die Suche nach den gestohlenen Geldern will Bitget außerdem Bybits LazarusBounty-Initiative nutzen. CEO Gracy Chen hatte bereits am Donnerstag erklärt, dass erste Hinweise auf eine mögliche Verbindung zu einer nordkoreanischen Hackergruppe hindeuteten.
