Marktupdate Bitcoin-Kurs: 100.000 US-Dollar noch dieses Jahr?
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Drehklnopf mit Rakete, der auf über 100 Prozent gestellt wird

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin (BTC) hat die 50.000 US-Dollar zurückerobert und einen neuen Höchststand erreicht. Einen Kurs von 100.000 US-Dollar schließt nun selbst Bitcoin-Kritiker Peter Schiff nicht mehr aus. Das Marktupdate.

Nachdem der Bitcoin-Kurs am 16. Februar erstmals die Schwelle von 50.000 US-Dollar (USD) überschritten hatte, kam es in der folge zu Gewinnmitnahmen. Nun hat BTC die psychologisch wichtige Marke abermals erobert – und bei 50.900 USD einen neuen Kursrekord erzielt.


Bitcoin-Kurs im 24-Stunden-Vergleich. Quelle: BTC-ECHO

Umfrage: Bitcoin-Skepsis überwiegt bei Unternehmen

Seitdem das US-Unternehmen Microstrategy im Spätsommer 2020 seinen Bitcoin-Coup verkündet hat, häuft sich die Zahl der Nachahmer. Vor allem Elon Musks Entscheidung, einen Teil der Tesla-Reserve in BTC anzulegen, hatte dem Bitcoin-Kurs zuletzt frischen Auftrieb verliehen. Microstrategy selbst hat am 16. Februar abermals neue Bitcoin-Käufe angekündigt, wie auch BTC-ECHO berichtete.

Dennoch scheint bei den meisten Finanzverantwortlichen in der Wirtschaft die Bitcoin-Skepsis noch zu überwiegen. Wie aus einer jüngst veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsunternehmens Gartner hervorgeht, können sich nur 5 Prozent der befragten CFOs vorstellen, mit ihrem Unternehmen 2021 in BTC zu investieren. Unter den 77 befragten Finanzverantwortlichen (darunter 50 CFOs) nannten 84 Prozent die großen Kursschwankungen bei Bitcoin als den größten Hemmschuh, der sie von einem Investment in das digitale Gold zurückschrecken lässt.

Vierundachtzig Prozent der Befragten gaben an, dass die Volatilität von Bitcoin ein finanzielles Risiko darstellt. Es wäre extrem schwierig, die Art von Preisschwankungen, die die Kryptowährung in den letzten fünf Jahren erlebt hat, abzumildern.

Alexander Bant, Chief of Research bei Gartner Finance

Auch die schleppende Adaption von Bitcoin als Zahlungsmittel bemängeln 38 Prozent der Befragten.

Immerhin: 16 Prozent planen, eines Tages BTC zu halten. Fünf Prozent wollen bereits 2021 in Bitcoin einsteigen. Für den Zeitraum 2022-2023 hegt nur ein Prozent derartige Absichten. Neun Prozent erwägen ein BTC-Investment nicht vor 2024.

Dabei zeigen sich vor allem Unternehmen aus dem Technologie-Sektor bullish. Hier plant jedes zweite Unternehmen ein Bitcoin-Investment. Vor dem Hintergrund, dass mit Microstrategy, Square und Tesla vor allem Technologie-Firmen BTC als Reserve-Asset für sich entdeckt haben, erscheint das schlüssig.


Bitcoin-Rallye beschert Rekordgewinne

Fest steht: Die überwältigende Mehrheit macht mit Bitcoin derzeit ein gutes Geschäft. Der durchschnittliche Nettogewinn bei BTC-Transaktionen bewegt sich auf einem Niveau, das selbst den Bull Run von Ende 2017 verblassen lässt. Das zeigen Daten des Blockchain-Analyse-Dienstleisters Glassnode.

Nettogewinn- und Verlust von BTC-Einheiten. Quelle: Glassnode

Die Metrik “Net Realized Profit / Loss” gibt den Gewinn beziehungsweise Verlust aller Coins an, die zum jeweiligen Zeitpunkt bewegt werden. Den größten Nettogewinn gab es am 7. Januar, als erstmals die Marke von 40.000 USD durchbrochen hatte.

BTC: Ende 2021 schon bei 100.000 USD?

Auch wenn sich viele Unternehmen noch skeptisch geben, spricht die Bilanz bislang eindeutig für BTC. Namentlich die Stock-to-Flow-Analyse (S2F) hat sich bisher als brauchbares Modell zur Einordnung des Bitcoin-Kurses erwiesen. Das Stock-to-Flow-Modell setzt die Umlaufmenge von BTC in das Verhältnis zu seiner Schöpfungsmenge über einen bestimmten Zeitraum. Der Krypto-Analyst PlanB hat einen Zusammenhang zwischen der vierjährlichen Halbierung der Schöpfungsrate (Bitcoin Halving) und der langfristigen Kursentwicklung herausgearbeitet.

Stock-to-flow-Modell von Plan B. Quelle: Digitalik.net

Nach diesem Modell müsste der Kurs bereits 2021 auf über 100.000 US-Dollar steigen. Dass ihm das gelingen kann, räumt mittlerweile selbst der erklärte Bitcoin-Gegner Peter Schiff ein:

Nun, da #Bitcoin $50,000 erreicht hat, muss ich zugeben, dass eine Bewegung bis zu $100,000 nicht ausgeschlossen werden kann. Allerdings kann eine Bewegung nach unten auf null auch nicht ausgeschlossen werden.

Freilich geht Schiff nicht davon aus, dass der Bitcoin-Kurs sich dauerhaft im sechsstelligen Bereich halten kann. Der Gold-Fan legt seinen Twitter-Followern daher ein Investment in Bitcoins analoges Pendant nahe:

Während ein vorübergehender Anstieg auf $100.000 möglich ist, ist ein dauerhafter Rückgang auf Null unvermeidlich. Wenn ihr nicht zocken wollt, kauft #Gold,

Es ist nicht das erste Mal, dass Schiff den Untergang von BTC prophezeit – und es wird nicht das erste Mal sein, dass er falsch liegt.


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