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Das Meinungs-ECHO Bitcoin eine “Finanzwaffe” der Chinesen? Was Peter Thiel wirklich sagen wollte

Peter Thiel kritisiert die passive Einstellung der US-Administration gegenüber Bitcoin. So mancher leitet daraus eine kritische Haltung des Milliardärs gegenüber BTC ab. Das Gegenteil ist der Fall.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Bitcoin-Terrakotta-Armee

Quelle: Shutterstock

Peter Thiel ist gebürtiger Frankfurter, Serienentrepreneur, Milliardär und seit geraumer Zeit Bitcoiner. Bereits in der Vergangenheit macht der Unternehmer, der mit Elon Musk seinerzeit etwa PayPal gegründet hatte, auch in Krypto-Kreisen von sich reden. Jüngst hat sich Thiel aber eher verhalten zur Kryptowährung Nr. 1 gegenüber Mitgliedern der Richard-Nixon-Stiftung geäußert.

Obwohl ich auch Bitcoin-Maximalist bin, frage ich mich, ob man BTC auch als finanzielle Waffe gegen die USA sehen kann. Bitcoin bedroht Fiatgeld im Allgemeinen und den US-Dollar im Speziellen.

Peter Thiel

Die Äußerungen kann man durchaus als Warnung deuten – aber eher in Richtung der US-Administration, Bitcoin endlich ernst zu nehmen. Nach Inhalt der Thiel-Aussagen spielt BTC China in die Hände, da das digitale Gold die Vormachtstellung des US-Dollars als Weltreservewährung infrage stellt.

Wie später auch Podcaster Pomp gegenüber CNBC klarstellte, war die Äußerung von Thiel also keineswegs Bitcoin-kritisch. Vielmehr hat der Investor betont, dass Bitcoin ein Elefant im Raum ist, zu dem sich alle Staaten wohl oder übel positionieren müssen.

Was wir verstehen müssen, ist, dass Bitcoin ein offenes Protokoll ist, genau wie das Internet. Nur weil Thiel betont, dass andere Länder sich diese Technologie zunutze machen, heißt das nicht, dass er eine Anti-Bitcoin-Haltung einnimmt. Was Thiel eigentlich sagt, ist, dass die USA versuchen sollten, auch im Krypto-Sektor zur Führungsmacht zu werden.

Anthony Pompliano

Wie Pomp im selben Interview klarstellt, läge ein möglicher Weg, die Krypto-Industrie in den USA anzusiedeln, darin, Anreize für das Mining zu setzen. Aktuell befindet sich ein Großteil der Hash Rate in China; das sollte sich nach Ansicht von Pomp möglichst bald ändern, um das Kräfteverhältnis wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Politiker wie Miamis Bürgermeister Suarez arbeiten bereits aktiv daran, die Bitcoin-Industrie in den USA aufzubauen.

Wir sehen Bundesstaaten wie Kentucky, die Steuer-Anreize für das Mining geben. Unternehmen wie Great American Mining versuchen zudem überschüssiges Öl und Gas, für das Mining zu nutzen, anstatt es zu verbrennen. Außerdem gibt es eine Reihe von Politikern, die pro-BTC sind. Das beste, was wir machen können, ist die US-Bitcoin-Industrie zu fördern.

Bloomberg sieht Bitcoin-Welle anrollen

Bullishe Neuigkeiten gibt es auch von Bloomberg. Der Wirtschaftsnachrichtendienst hat in einem ausführlichen Stück Bitcoins Gebaren unter die Lupe genommen – und zeichnet ein bullishes Bild.

“Der technische Ausblick für BTC im Jahr 2021 bleibt stark aufwärts gerichtet, wenn sich die Muster der Vergangenheit wiederholen”, heißt es etwa.

Bitcoin ist auf Kurs, ähnliche Niveaus wie der rund 55-fache Anstieg im Jahr 2013 und der 15-fache im Jahr 2017 zu erreichen. Geht das Wachstum so weiter wie in der Vergangenheit, würde BTC im Jahr 2021 400.000 US-Dollar näher.

Bei der positiven Gesamtmarktlage spiele auch Tesla eine tragende Rolle. “Der weltgrößte Autohersteller nach Marktkapitalisierung – Tesla – investiert einen Teil seines Vermögens in Bitcoin, was auf einen Wendepunkt zugunsten der Kryptowährung hinweisen könnte”, heißt es in dem Bericht.

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