Hochgenommen Bitcoin-Diebstahl: Neun Jahre Gefängnis für Ex-Microsoft-Mitarbeiter
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Gefängnisgitter

Quelle: Shutterstock

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Diese Aktion kommt einen ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter teuer zu stehen: Wegen mehrfachen Bitcoin-Diebstahls mit gehackten Konten von Kollegen bekam er neun Jahre Gefängnis.

Die Anonymität des Internets zieht viele schwarze Schafe an, das ist auch im Bereich digitaler Währungen nicht anders. Dumm für die Kriminellen nur, wenn sich die vermeintlich geglaubte Anonymität eben doch nicht als so sicher entpuppt, wie zunächst gedacht. Diese Erfahrung hat jetzt jemand gemacht, von dem man eigentlich denken sollte, dass er es besser wissen müsste. De facto ging den Ermittlern aber tatsächlich ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter ins Netz. Er hatte Bitcoin in einem Gegenwert von mehr als 10 Millionen US-Dollar ergaunert, wie die US-Behörden in einer Mitteilung erklärten. 


Sein Wissen als Software-Ingenieur setzte er ein, um Konten und Passwörter zu hacken und damit Digital Gift Cards zu ergaunern. Diese verkauft er online weiter und gönnte sich von dem Erlös extravagante Fahrzeuge und Häuser in am Meer. Jetzt sieht er Gitterstäbe statt wogender Wellen, muss er doch die nächsten neun Jahre hinter Schloss und Riegel verbringen.

Die Personalien des Übeltäters sind bekannt. Der 26-jährige ukrainische Staatsbürger Volodymyr Kvashuk arbeitete zunächst als Auftragnehmer bei Microsoft. Von August 2016 bis zu seiner Entlassung im Juni 2018 war er bei Microsoft angestellt. Im Februar 2020 wurde er bereits von einer Jury wegen mehrfachen Überweisungsbetrugs, Geldwäsche, schweren Identitätsdiebstahls, Einreichung falscher Steuererklärungen und in je einem Fall wegen Postbetrugs, Betrug mit Zugangsgeräten und Zugang zu einem geschützten Computer zur Förderung von Betrug verurteilt. 


Angeklagter nutzte Konten von Microsoft-Kollegen

Kvashuk war an der Erprobung von Microsofts Online-Retail-Plattform beteiligt. Er nutzte diesen Testzugang, um Currency Stored Value (CSV) wie beispielsweise digitale Gutscheine zu stehlen. Der Ukrainer verkaufte die CSVs über das Internet weiter. Anfänglich stahl er nur kleinere Beträge über seinen eigenen Kontozugang. Dann griff er aber auch auf Test-E-Mail-Konten zurück, die mit anderen Mitarbeitern verbunden waren. Er benutzte einen Mixing-Dienst für Bitcoin, um die Quelle der Gelder zu verbergen, die schließlich auf seinem Bankkonto landeten. Insgesamt wurden in den sieben Monaten der illegalen Aktivitäten von Kvashuk etwa 2,8 Millionen US-Dollar als Bitcoin auf seine Konten überwiesen. 

Damit machte er sich auch noch durch Falschangaben der Steuerhinterziehung schuldig. Die Strafe fiel auch deswegen so hoch aus, weil der Übeltäter durch das Hacken der Konten seiner Kollegen den Verdacht auf andere lenken wollte.


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