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Chance oder Falle? Bitcoin: Diese Indikatoren befeuern den Kurs

Für Krypto-Investoren verlief das Wochenende überraschend positiv. Bitcoin kletterte auf über 23.000 US-Dollar – und markiert ein Dreimonatshoch.

Dominic Döllel
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Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

| Nach einem Sprint am Wochenende verschnaufen die Bullen

Bitcoin ist seit einigen Tagen kaum zu bremsen. Übers Wochenende legte die Kryptowährung noch einmal kräftig zu und notiert derzeit bei knapp 23.000 US-Dollar – der höchste Wert seit drei Monaten. Parallel laufen weitere Bitcoin-Indikatoren heiß und positionieren den Kryptomarkt nach der langen Tiefphase neu.

Bitcoin-Indikatoren: Hashrate und Difficulty

Trotzt Krypto-Winter: Die Hashrate steigt und steigt. Laut Daten von Glassnode befindet sich die Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk mit rund 270 Exahashes pro Sekunde (EH/s) auf Allzeithoch-Kurs. Zum Vergleich: Heute vor einem Jahr lag die Hashrate bei knapp 200 EH/s. Binnen zwölf Monaten ist die akkumulierte Rechenleistung im Netzwerk damit um 35 Prozent angewachsen.

Das Wachstum der Bitcoin-Rechenleistung spiegelt sich folglich auch im Allzeithoch der Bitcoin Difficulty wider. Die Difficulty passt sich alle 2.016 Blöcke, knapp alle zwei Wochen, an. Damit stellt das Netzwerk sicher, dass alle zehn Minuten ein neuer Block erstellt wird.

Beim letzten "Difficulty Adjustment" am 15. Januar erhöhte sie sich um 10,3 Prozent. Zum nächsten Difficulty Retargeting am 29. Januar wird die relative Schwierigkeit zum Finden eines gültigen Bitcoin-Blockes um lediglich 0,5 Prozent wachsen.

Bitcoin: Weitere Erholung in Aussicht?

Die jüngste Marktrallye habe viele Anleger überrascht, schreibt Glassnode in der aktuellen Ausgabe des hauseigenen Newsletters. Die gestiegenen Preise am Kryptomarkt seien eine Verlockung, Gewinnen nach dem "ausgedehnten Bärenmarkt" einzustreichen.

Über die kurzfristigen Folgen für Bitcoin kann man freilich nur spekulieren. Indikator für kommendes Wachstum könnte der MVRV-Indikator sein. Dieser notierte erstmals im Juni 2022 unter der kritischen Wertmarke 1. Über 50 Prozent aller BTC-Investoren handelten zu diesem Zeitpunkt im Minus.

Der Indikator misst dabei das Verhältnis der Marktkapitalisierung zum sogenannten "Realized Value", also dem tatsächlichen Wert, der in Bitcoin gespeichert ist. Ist das Verhältnis von Marktkapitalisierung zum Realized Value unter 1, zeigt dies einen Überverkauf an – eine Trendumkehr wird wahrscheinlicher. Hier ein Beispiel.

Mehr als sechs Monate im überverkauften Territorium sind daher, selbst für die notorisch volatile Kryptowährung, eine lange Leidenszeit. Das jüngste Kurswachstum verspricht Besserung. Ob die Erholung dagegen langfristig nachhaltig sein wird, bleibt abzuwarten.

Zusätzlich positiver Indikator: die rückläufige US-Inflation. Zwar sind die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent gestiegen, die Teuerungsrate schwächt sich jedoch von Monat zu Monat weiter ab. Sollte sich die makroökonomische Situation stabilisieren, könnte sich das positiv auf den Kryptomarkt übertragen. Bitcoin könnte weiter steigen.

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