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Neuer OptimismusBiden stoppt mit ersten Amtshandlungen Regulierungs-Vorstoß

Mit dem Amtsantritt Joe Bidens wird es auch eine neue Finanzministerin geben. Die Zeiten ändern sich damit auch für den Krypto-Markt und dessen Regulierungen. In der Szene verbreitet sich Optimismus.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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US-Präsident Joe Biden.

Quelle: Shutterstock

Alle Welt schaute gestern nach Washington D.C., wo Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Seine ersten Amtshandlungen betreffen nicht nur das Pariser Klimaabkommen, sondern auch die Krypto-Branche. So ließ Biden zunächst mehrere Regulierungsverfahren einfrieren. Davon betroffen ist auch ein besonders umstrittenes, das privat gehostete Krypto-Wallets betrifft. Der Vorschlag dazu stammte vom ehemaligen Finanzminister Steven Mnuchin.

Ein vom Weißen Haus veröffentlichtes Memorandum richtet sich an Leiter diverser Bundesbehörden. Darunter ist auch das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN). Zwar erwähnt Biden im Memorandum den Regulierungsvorschlag von Mnuchin nicht explizit. Es ist jedoch von einer 60-tägigen Frist die Rede, in der alle neuen Regelungen zunächst einer Überprüfung unterzogen werden müssten.

Der Vorschlag für die privat gehosteten Wallets wurde von FinCEN am 18. Dezember unter dem ehemaligen US-Finanzminister Mnuchin gemacht. Wenn er verabschiedet wird, würde er von Banken und Finanzdienstleistern verlangen, Berichte einzureichen, Aufzeichnungen zu führen und die Identität von Kunden zu überprüfen, die Transaktionen zu und von privaten Kryptowährungs-Wallets durchführen. BTC-ECHO hatte bereits darüber berichtet, dass dieser Vorstoß in der Branche verständlicherweise auf wenig Gegenliebe stieß. 

Ist neue Finanzministerin Yellen kryptofreundlicher?

Dass Biden nun diesen Vorschlag einer neuen Prüfung unterziehen möchte, werten einige Experten nun eher als positives Zeichen. So verbreitet Compound Finance-Generalrat Jake Chervinsky auf seinem Twitter-Account Optimismus. 

Präsident Biden hat alle Behördenregelungen bis zur weiteren Überprüfung eingefroren. Dazu gehört auch der Vorschlag des ehemaligen Ministers Mnuchin zu “unhosted wallets”. Wir haben hart gekämpft und uns das Recht verdient, durchzuatmen und neu zu starten. Janet Yellen ist nicht Steve Mnuchin. Ich bin optimistisch.

Janet Yellen ist von Präsident Biden für das Amt des Finanzministers nominiert. Sollte der Senat sie bestätigen, wäre Yellen in der Lage, den Kurs der von der Trump-Administration angekündigten Regulierungen zu ändern. Yellen wäre die erste Frau in diesem Amt. Zuvor war sie auch die erste weibliche Spitze des Federal Reserve Board (FED) der US-Notenbank.

Biden hat auch Gary Gensler als Leiter der Börsenaufsichtsbehörde SEC ausgewählt, dem die Mission der Dezentralisierung sympathischer zu sein scheint als seinem Vorgänger. Gleichwohl gilt auch hier fürs Erste der Grundsatz: “nichts Genaues weiß man nicht”. Wie Chervinsky weiter kommentiert, hat sich Yellen mit ihren bisherigen Aussagen auch nicht unbedingt als großer Krypto-Fan geoutet. 

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