Die Bitcoin Zahlungs- und Abwicklungsplattform Liquid Network ist Opfer eines Hacks geworden. Wie der Dienstleister in einem X-Post Sonntagnacht bestätigte, gelang es Angreifern, etwa 4.000 Bitcoin im Gegenwert von rund 320 Millionen US-Dollar von der Plattform zu entwenden. Rund 197 BTC sind dem Netzwerk noch geblieben.
“Liquid Wallets sind betroffen, wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten”, heißt es darin. Der Betrieb wurde bis auf Weiteres eingestellt. Die Verantwortlichen arbeiten an einer Rückholung der Assets. Andere Vermögenswerte im Netzwerk wie USDT, DePix oder verschiedene RWAs seien von dem Vorfall nicht betroffen, erklärt Liquid Network weiter.
Wie genau es gelang, die Bitcoin aus dem Netzwerk abzuziehen, ist zum Zeitpunkt des Schreibens nicht abschließend geklärt. Ersten Erkenntnissen zufolge handle es sich nicht um kompromittierte Private Keys. Vielmehr habe ein Fehler auf der Trading-Plattform Side Swap den Abzug der 4.000 Bitcoin ermöglicht.
Angreifer offenbar White Hat Hacker
Informationen zu den Angreifern hinter dem Bitcoin-Hack sind bislang rar. Liquid Network spricht von “angeblichen White Hat Hackern”. Das Team von Blockstream, das die Plattform 2018 ins Leben gerufen hatte, arbeite laut dem Post an einer Kontaktaufnahme über signierte Nachrichten auf der Blockchain.
Von White Hat Hackern ist die Rede, wenn ein oder mehrere Angreifer aus ethischen Gründen ein System knacken, um auf Fehler in der Sicherheitsarchitektur hinzuweisen. Im Normalfall fließen nach einer solchen Attacke die gestohlenen Assets wieder zurück – abzüglich einer Prämie. Wie der Stand im Fall von Liquid Network ist, ist nicht bekannt.
Laut dem Sicherheitsexperten und Research-Chef bei Galaxy, Alex Thorn, hätten der oder die Hacker mittlerweile Bereitschaft signalisiert, einen “Großteil” der Bitcoin wieder zurückzusenden.
Der Vorfall fällt in eine Reihe von Sicherheitsmiseren im Krypto-Space. Zuletzt sorgte der Coldcard-Hack für große Aufmerksamkeit.
