New Coins on the Block – OmiseGo (OMG)

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: OmiseGo

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OmiseGo steht kurz vor einem Eintreten in die Top Ten – was hat es mit diesem Asset auf sich?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Dr. Philipp Giese

Denjenigen, die regelmäßig auf Coinmarketcap.com schauen, mag es schon aufgefallen sein: Mit OmiseGo existiert seit ungefähr einem Monat ein neues Asset, das auf starkes Interesse stößt. Seit dem 15. Juli hat sich der Kurs um mehr als 1200% erhöht – da fragt man sich doch, was es mit OmiseGo auf sich hat.

OmiseGo – eine Bank für Bankenlose

Bei OmiseGo handelt es sich um ein Projekt des Unternehmens Omise, ein VC-unterstütztes Unternehmen im Fintech/Payment-Sektor aus Asien. Dort ist es kein unbekanntes Startup und wurde im thailändischen Forbes schon gefeatured.

OmiseGo basiert sein System auf dem “Be your own Bank”-Ansatz, der aus der Bitcoin-Szene bekannt ist. Es soll, basierend auf Ethereum, ein dezentraler Exchange oder allgemein ein dezentrales Payment-Netzwerk entwickelt werden, das neben ERC20-Tokens auch Bitcoin, andere Krypto- und Fiatwährungen sowie weitere Assets gehandelt werden können. So sollen auch Leute, die keinen Zugang zum klassischen Bankenwesen besitzen, über OmiseGo und dazu gehörige Wallets, entsprechende Dienstleistungen und Funktionen erhalten.


Eine noch zu entwickelnde OmiseGO-Blockchain, die mit dem Ethereum-Netzwerk weiterhin verbunden sein wird, soll dann dem Nutzer ermöglichen, verschiedenste Arten von Zahlungen über das Netzwerk durchzuführen. Dadurch kann ein hohes Maß an Dezentralität gewährleistet werden.

Man fühlt sich hier schnell an Ripple erinnert, bietet doch das Gateway-System dieses Payment-Netzwerkes die Möglichkeit, Wertanlagen zwischen unterschiedlichen Chains beziehungsweise zwischen Fiat und Ripple Werte auszutauschen. Hier sieht das Team von OmiseGo das Risiko, dass die für die Gateways zuständigen Validators irgendwann immer dieselben bleiben – so dass dadurch eine Zentralisierung entsteht. Außerdem wird kritisiert, dass für Transaktionen, bei denen Quell- und Zielasset nicht Ripple sind, Ripple als dritte Partei notwendig wird. Schließlich ist das Rückgrad von Ripple kein public permissionless ledger, was jedoch dem Team hinter OmiseGo wichtig ist.

Dezentrale Börse auf der OmiseGo-Blockchain

Der Ansatz von OmiseGo ist stark mit der zu entwickelnden Blockchain verbunden. Diese verwaltet den aktuellen Stand an Assets, welche der Besitzer eines eWallet – außerhalb des White Papers oft digital wallet genannt – in demselben speichert. Dieses eWallet ist nicht nur das Portal, mit welchem die eigenen Wertanlagen verwaltet werden, sondern auch das Gateway zum dezentalen Exchange. Die Engine, welche das dezentrale Trading organisiert, ist stark mit der OmiseGo-Blockchain verbunden. Auf dieser werden auch die Buy- und Sell-Order gespeichert. Ein Handel wird realisiert, wenn ein Handelspaar aus Buy- und Sell-Order mehrere Bestätigungen auf der Blockchain vorweisen konnte.

Für den Handel von Fiat wird mit Fiat-Tokens gearbeitet. Ein Problem, was sich hier stellt, ist, dass Fiat-Währungen weder auf der OmiseGo- noch anderen Blockchains existieren. Hier wird ein dezentrales Clearinghaus benötigt, was für eine Liquidität, welche speziell beim Tausch zwischen verschiedenen Fiat-Währungen notwendig ist, gewährleistet. Auch das soll dezentral realisiert werden, indem in einem Ethereum Smart Contract Kapital gespeichert wird – dieses soll als Garant für eine Liquidität dienen. Perspektivisch ist auch daran gedacht, eine Basis für Clearinghäuser auf Bitcoinbasis zu schaffen. Das in diesem Smart Contract gespeicherte Kapital wird nach Finalisierung einer Zahlung wieder freigegeben.

Mit derartigen Mechanismen möchte OmiseGo auch eine Art Lightning Network schaffen, indem Transaktionen auf anderen Blockchains wie der Bitcoin Blockchain initiiert werden können. In der Hinsicht erinnert OmiseGo ein wenig an die Sidechain-Konzepte von Blockstream und anderen.

OMG – ein Proof of Stake-Coin für Transaktionsgebühren

Auch wenn OmiseGo die Transaktionsgebühren gering halten möchte, muss der Aufwand irgendwie kompensiert werden. Es wird also, wie auch bei anderen Kryptowährungen, Transaktionsgebühren geben, die an Token Holder ausgeschüttet werden. Diese Token Holder beteiligen sich an einem Proof-of-Stake-basierten Konsensmechanismus.

OmiseGo hat erst jüngst den Crodsale hinter sich gebracht und wird noch entwickelt. Im vierten Quartal erhofft sich das Team hinter dem Projekt den Launch der OmiseGo-Blockchain. Das Projekt kann im Advisory Board bekannte Persönlichkeiten wie Vitalik Buterin, Vlad Zamfir oder Gavin Wood vorweisen.

Insgesamt ein sehr interessantes Projekt, was man weiter verfolgen sollte. Für weitere Informationen sei auf die Webseite und das White Paper hingewiesen.

BTC-ECHO


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