Mining-Gigant Bitmain erzeugt weniger Rechenleistung

Sebastian Holz

von Sebastian Holz

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Quelle: Shutterstock

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Dem bullishen Bitcoin-Trend zum Trotz scheint Branchenprimus Bitmain derzeit seine Kapazitäten abzubauen. Das Unternehmen hat die Hash Power der eigenen Miner nun reduziert. Aktuell sind die Ziele des Mining-Anbieters unbekannt.

Wie am 7. Mai in dem Hash-Rate-Update von Bitmain bekannt wurde, hat das Unternehmen seine Rechenleistung im Vergleich zum Vormonat um 88 Prozent reduziert.

Gesunkene Hash Rate

Bitmain begann im Juli 2018 damit, die Hash Rate der eigenen Miner monatlich offenzulegen. Archivierte online verfügbare Seiten zeigen, dass die Hash Rate im Juli 2018 1.692 Billiarden Hashes pro Sekunde (PH/s) betrug und im Oktober 2018 auf 2.339 PH/s stieg. Schon im März 2019 sank die Hash Rate unter 1.700 PH/s, was aber dem allgemeinen Rückgang der gesamten Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks von vier auf 0,4 Prozent seit November letzten Jahres entspricht.

Laut dem eigenem Hash-Power-Update, welches das Unternehmen jeden Monat veröffentlicht, ist die Hash Rate aller Bitmain-eigenen Hardware-Miner mit dem SHA-265-Algorithmus, auf dem das Bitcoin- und Bitcoin-Cash-Netzwerk basiert, von April bis Mai 2019 auf 237,29 PH/s gesunken. Noch im Update von vor einem Monat lag die Hash Power indes bei 2,072 PH/s.

Wie sieht es beim Bitcoin-Mining insgesamt aus?

Derweil scheinen die Gründe für den Rückgang der Mining-Power bei Bitmain noch nicht geklärt zu sein.

Strom- und Hardwarekosten machen ambitionierten Hobby-Minern meist einen Strich durch die Rechnung. Das wirkt sich vor allem auf die Dezentralität des Bitcoin aus. Mining-Unternehmen wie Bitmain haben ihren Hauptsitz meist in China und kontrollieren einen großen Teil des Netzwerks. Ein so hoher Grad an Zentralisierung könnte zukünftig einen weiteren Hash-Krieg auslösen. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich zwei große Mining-Gesellschaften über die Richtung der Softwareentwicklung von Bitcoin uneins sind, was wiederum zu einer weiteren Abspaltung führen könnte. Laut Blockchain.com kontrollieren die von Bitmain betriebenen Mining-Pools Antpool und BTC.com rund 30 Prozent der gesamten Hash Power.


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